Doc-Morris-Übernahme
Kommentar: Celesio vergrätzt die Kundschaft

Wie sich die Zeiten ändern. Aus dem grundsoliden Stuttgarter Pharmagroßhändler Gehe ist der Apothekerschreck Celesio geworden. Auf der Jagd nach höheren Margen schreckt dieser nicht davor zurück, die eigenen Kunden vor den Kopf zu stoßen. Ein Fest für den Aktionär, oder etwa nicht?

Celesio-Chef Fritz Oesterle ist Jurist genug, um die Chancen für den Fall des deutschen Fremd- und Mehrbesitzverbots für Apotheken realistisch einschätzen zu können. Insofern ist es sinnvoll, das Unternehmen für die Liberalisierung des deutschen Apothekenmarkts in Stellung zu bringen. Ob er dafür mit Doc Morris den Apothekerschreck persönlich an Bord holen muss, ist eine andere Frage. Immerhin entfällt der Löwenanteil des Celesio-Geschäfts im Großhandel. Auch wenn die Margen dort deutlich kleiner ausfallen, zahlt es sich für einen Händler kaum aus, die Kundschaft zu düpieren.

sleegers@handelsblatt.com

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%