Dofasco-Übernahme
Kampf der Ritter

In der Stahlindustrie ist die zweite Runde im Bieterwettstreit um den kanadischen Produzenten Dofasco eröffnet. Mit dem neuerlichen Angebot zeigt der weltweit zweitgrößte Stahlkocher Arcelor, dass er das Rennen nicht aufgibt.

Doch das um lediglich 150 Millionen auf 3,65 Milliarden Euro erhöhte Kaufangebot dürfte nicht ausreichen. Thyssen-Krupp wird nachlegen, denn die Düsseldorfer haben bisher die besseren Karten. Der Dofasco-Vorstand hatte bereits das erste Kaufangebot von Arcelor abgelehnt, als feindlich eingestuft und sich Thyssen-Krupp als helfenden weißen Ritter gesucht. Zu attraktiv ist der kanadische Stahlproduzent, als dass der Vorstand schnell einknicken dürfte.

Die eigenen Erzvorkommen erschließen einem neuen Eigentümer günstige Rohstoffquellen, was gerade bei den derzeitigen Erzpreisen wichtig ist. Zudem verfügt Dofasco über gute Lieferbeziehungen zu den großen US-Autokonzernen und zu Honda. Doch um diese Reize weiß auch Arcelor. Der Kampf der Ritter wird spannend und teuer werden.

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