DUBAI
Buy German!

Ein halbes Dutzend Dax-Vorstände fliegt am Wochenende zu einer Investorenkonferenz nach Dubai. Es wird sich lohnen.

Per Interview verkündet die staatliche Investmentbank, wo das Scheichtum einzusteigen gedenkt. Nicht nur der Kurs der EADS geht schon nach oben. Der Käufer redet die Kurse hoch, auf Geld scheint es ihm nicht anzukommen. Unisono begrüßen die Unternehmen die Ankündigung.

Deutschland ist für die potenten Geldgeber aus Dubai sehr interessant. Steckten die früher ihr Geld am liebsten in US-Investments, so sind diese Zeiten seit einigen Jahren vorbei. Die Araber fühlen sich von den US-Behörden zunehmend diskriminiert, die auf der Suche nach Terrorgeldern vor allem arabische Investoren im Visier haben. Bei hohem Ölpreis muss noch mehr Geld jenseits der Wall Street angelegt werden. Und die deutschen Firmen sind stark wie lange nicht mehr.

Arabische Investoren gelten in Deutschland als unverdächtig. Schließlich sind sie traditionell nicht nur gute Finanziers, sie sind mittlerweile auch die besten Kunden der deutschen Wirtschaft. Siemens verkauft für Milliarden Kraftwerke nach Saudi-Arabien, MAN Turbomaschinen für die Öl- und Gasförderung, und arabische Fluglinien sind die größten Einzelkunden beim Flugzeughersteller Airbus.

Doch genau hier zeigt sich, wie stark die robuste deutsche Konjunktur vom Ölboom im Nahen Osten abhängt. Sobald die Petrodollar am Golf nicht mehr fließen, bricht vielen deutschen Unternehmen die wichtigste Kundschaft weg. Die Tatsache, dass Dubai auf einem stattlich hohen Kursniveau einsteigt, beinhaltet auch ein Risiko. Bröckelt der Ölpreis dauerhaft, könnten auch einige deutsche Unternehmen darunter leiden.

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