EADS
Kommentar: Spiegelbild der Probleme

An den erwartet schlechten Zahlen der EADS lassen sich sehr anschaulich die aktuellen Schwierigkeiten des Konzerns ablesen. Die Lieferverzögerungen für den Superairbus A380 und das Sparprogramm Power8 drücken mit einer Sonderabschreibung EADS in die roten Zahlen. Und obwohl Tochter Airbus im ersten Quartal mehr Flugzeuge als im Vorjahreszeitraum ausgeliefert hat, sinkt der Umsatz auf Grund des schwachen Dollars.

Die Zahlen sollten Gewerkschaften und Politik klar vor Augen führen, dass volle Auftragsbücher Airbus nicht vor harten Einschnitten schützen werden. Es reicht nicht, immer mehr Flugzeuge zu verkaufen, man muss auch Geld damit verdienen.

EADS und Airbus stecken in ernsten Schwierigkeiten, die aber zu bewältigen sind. Wettbewerber Boeing hat vor einigen Jahren auch eine Krise gemeistert.

An die Adresse der Spitzenpolitik sollten die Zahlen eine Mahnung sein, alles zu unterlassen, was weitere Unruhe in den Konzern trägt – etwa eine vorschnell angestoßene Debatte über eine Veränderung des Aktionärspaktes zwischen Deutschen und Franzosen. Derzeit hat EADS operativ zu viel zu tun, um sich um die Aktionärsstruktur zu kümmern.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%