EEG-Ökostromumlage
Beobachten Sie jetzt genau Ihren Stromanbieter!

Die Ökostromumlage sinkt im nächsten Jahr. Auch wenn es sich nur um einen Mini-Betrag handelt, sollte Ihr Stromanbieter den an Sie weitergeben. Wenn nicht, wechseln Sie. Er tut ihnen nichts Gutes.
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Ja, die Ökostromumlage sinkt nur ganz leicht. Ja, die Einsparung ist nicht groß, gerade mal 0,07 Cent pro Kilowattstunde. Aber: Es sollte Ihr Recht als Verbraucher sein, dass jede noch so kleine Ersparnis von den Unternehmen auch an Sie weitergegeben wird. Denn viele Stromversorger haben auch in der Vergangenheit alle Erhöhungen bei der EEG-Umlage an Sie weitergereicht.

Wer Preiserhöhungen mit der gestiegenen Ökostrom-Subvention rechtfertigt, der sollte konsequenterweise auch den umgekehrten Weg gehen – sei die Ersparnis noch so klein. Überhaupt: Beobachten Sie ihren Stromanbieter! Wechseln Sie, wenn er teurer ist als andere. Nutzen Sie den Wettbewerb, denn Anbieter gibt es wahrlich genug.

Bereits seit langem kritisieren Verbraucherschützer, dass die Energieversorger oftmals die sehr stark gesunkenen Börsenstrompreise nicht an die Verbraucher weiterreichen. Natürlich kaufen die Versorger ihren Strom nicht nur an der Strombörse, sondern sind zum Teil auch an langfristige Verträge gebunden. Zudem haben gerade die großen Versorger auch große Probleme: Die Gewinne brechen weg, gleichzeitig drücken hohe Schulden.

Als Verbraucher gutmütig die Finanzen der Versorger zu sanieren oder für ihre nicht aufgegangene Langfrist-Planung zu büßen, sollte man sich jedoch nicht gefallen lassen.

Oft sind wir Verbraucher schlicht zu faul, um zu wechseln. Dabei ist es ganz einfach, die meiste Arbeit macht der dankbare neue Anbieter, und per Gesetz ist geregelt, dass auf keinen Fall eine Versorgungslücke beim Stromkunden entsteht. Kleine Hoffnung gibt es ja bereits: Die Wechselbereitschaft ist laut Umfragen gestiegen.

Ich jedenfalls werde nun genau meinen Stromversorger beobachten. Wenn er im nächsten Jahr seine Preise nicht wenigstens ein kleines bisschen senkt, bin ich weg. Was wäre das für ein Signal, wenn das alle Verbraucher täten!

Dana Heide ist Korrespondentin in Berlin.
Dana Heide
Handelsblatt / Korrespondentin

Kommentare zu " EEG-Ökostromumlage: Beobachten Sie jetzt genau Ihren Stromanbieter!"

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  • Hallo Frau Heide.

    Ihr Artikel ist eine Satire oder?
    Dieser Rückgang wird bei einem durchschnittlichen Haushaltsverbrauch von 3500 Kilowattstunden aber nur 2,45 Euro weniger im Jahr ausmachen. Ist die 2 Nachkommastelle bei Centbeträgen überhaut aufgeführt?
    Diese 2,45€ im Jahr werden irgendwo in der normalen Schwankung des Jaherstromverbrauchs untergehen, oder Verbrauchen Sie jedes Jahr imer genau das Selbe?
    Also Satire oder?

  • Bei einen Betrag von 0,07ct von Preissenkung zu sprechen ist schon eine bodenlose Frechheit und ein politisches Kasperltheater um diese asoziale und perfide Energiewende mit dem Zwangsabgabengesetz EEG weiter betreiben zu können!
    Schafft endlich das EEG ab und dann kann man mal so langsam von Strompreissenkung sprechen und schreiben. Energiewende/EEG = Mangel und Armut!

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