Einbruch im ersten Halbjahr
Kommentar: Karstadt in Nöten

Der drastische Geschäftseinbruch im ersten Halbjahr 2004 trifft den Karstadt-Quelle-Konzern gleich zweifach. Nicht nur der Marktanteil von Europas größtem Versand- und Warenhauskonzern schrumpft bedenklich. Den Essenern fehlt zudem zunehmend das Kapital, um den Turnaround in die Wege zu leiten. Seit Jahresbeginn schrumpfte das Eigenkapital von 1,64 Mrd. Euro - bedingt durch den hohen operativen Verlust des Konzerns - auf 1,28 Mrd. Euro. Sollte kein finanzkräftiger Investor in Sicht kommen, könnte der Zug bald abgefahren sein.

Denn nicht nur für die überfällige Schließung unrentabler Warenhäuser benötigt Karstadt-Quelle ausreichend Geld. Auch der Umbau seiner City-Standorte in Einkaufscentern, die den aktuellen Kundenbedürfnissen mehr entgegenkommen als das angestaubte Format Warenhaus, ist mit der dünnen Kapitaldecke kaum noch zu schaffen. Dennoch bleibt an der Börse die Hoffnung auf einen weißen Ritter offenbar groß: Trotz katastrophaler Zahlen verlor die Aktie heute nur mäßig.

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