Einkommenssteuer: Einfach mal nichts tun!

Einkommenssteuer
Einfach mal nichts tun!

Die Einkommenssteuer sollte auf dem Niveau bleiben, auf dem sie sich gerade befindet. Wird sie erhöht, schadet das dem Mittelstand. Eine Senkung ist aufgrund der Schuldensituation nicht verantwortbar.
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BerlinDies ist ein Plädoyer fürs Nichtstun. Wer auch immer die nächste Bundestagswahl gewinnt, sollte die Einkommensteuer eine Legislaturperiode lang einfach so lassen, wie sie ist, und den Gestaltungswillen auf die Mehrwertsteuer, die Unternehmensteuer und die Erbschaftsteuer konzentrieren.

Die wichtigsten Kriterien, an denen sich die Höhe der Steuern orientieren sollte, sind die Finanzierung der Staatsaufgaben und die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Auch wenn jeder gerne weniger Steuern zahlen würde: Die Lage der öffentlichen Finanzen gibt in Folge der Finanz- und Staatsschuldenkrise spürbare Steuersenkungen nicht her.

Der Bund plant in diesem Jahr fast 35 Milliarden Euro neue Schulden. Und die meisten Länderfinanzminister wissen noch nicht, wie sie ab 2020 schuldenfreie Etats garantieren sollen, so wie sie die Schuldenbremse vorschreibt. Schon eine leichte Abkühlung der Konjunktur würde auch den Bund schnell von seinem Schuldenabbaupfad abbringen.

Die Steuerlast in Deutschland ist zudem im internationalen Vergleich nicht mehr übermäßig hoch. Von 1999 bis 2010 wurde die Einkommensteuerlast deutlich gesenkt und die Bürger entlastet: Die rot-grüne Regierung Schröder senkte die Steuersätze, die Merkel-Regierungen erhöhten den Grundfreibetrag und führten die steuerliche Absetzbarkeit der Krankenkassenbeiträge ein. Bei den niedrigen und mittleren Einkommen drücken die Sozialabgaben stärker als die Steuern.

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Einfach mal nichts tun!

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Die Gefahr der Steuerflucht.

Kommentare zu " Einkommenssteuer: Einfach mal nichts tun!"

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  • Wenn die Steuerhöhe so bleiben soll wie sie derzeit ist, dann muss der Staat mit diesen Einnahmen auskommen. Tatsächlich erhöht sich bei gleichbleibender Bevölkerungszahl die Steuereinnahme. Wenn dies die gleichbleibende Bevölkerungszahl zahlt, hat es doch eine laufende Steuererhöhung gegeben?! Und so soll das weitergehen. Jeder Steuerbürger ein Höchststeuersatzzahler. Das kann doch wohl nicht sein.

  • Das Problem DEUTSCHLANDS liegt doch steuertechnisch nicht auf der Seite der Steuereinnahmen. Das Problem liegt eindeutig in der wahnsinnigen und immer unrealistischeren Ausgabenpolitik, getätigt für Lobbyisteninteressen (Banken,Hoteliers,etc.etc.)und irreale Demokratie schädigende Europhantasien

  • "Wer auch immer die nächste Bundestagswahl gewinnt, sollte die Einkommensteuer eine Legislaturperiode lang einfach so lassen, wie sie ist, und den Gestaltungswillen auf die Mehrwertsteuer, die Unternehmensteuer und die Erbschaftsteuer konzentrieren."

    Dass die Autorin recht wenig vom Steuerrecht versteht ergibt sich schon daraus, dass sie von "Unternehmensteuer" redet.
    Was verstehen Sie denn unter "Unternehmensteuer" ?
    Soweit mir bekannt ist, gibt es diese Steuer Die Autorin ist typisch ahnungslos, genauso wie unsere Politiker die angeblich über eine "Unternehmensteuer"
    entscheiden.
    In Deutschland gibt es eine Einkommensteuer, eine Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, eine Umsatzsteuer und..."
    Welche Steuer meint die Autorin ?
    Sie hat wohl keinerlei Vorstellung davon, dass alle Einzelunternehmer und Personengesellschsften lediglich der Einkommensteuer und wenn Freibeträge überschritten sind auch der Gewerbesteuer und keiner "Unternehmensteuer" unterliegen.
    Da die Autorin keine Änderung bei der Einkomemnsteuer will, kann sie eigentlich nur an die Körperschaftsteuer denken. Wird diese aber gegenüber der ESt erhöht, wird es in der Folge aber wieder 100.000fach zu Rechtsformänderungen kommen.

    Fazit: Wenn man von einem Thema nicht versteht, sollte man auch nicht darüber schreiben und sich lächerlich machen.

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