Emnid: Union verliert an Zustimmung
Schwarz-Gelb in Umfragen ohne Mehrheit

Union und FDP haben einer Emnid-Umfrage zufolge ihre Mehrheit verloren: Emnid sieht CDU/CSU und die Liberalen zusammen nur noch bei 47,5 - das würde nicht zur Mehrheit reichen.

HB BERLIN. Eine Woche vor der Bundestagswahl haben Union und FDP in allen großen Umfragen ihre über Monate hinweg behauptete Mehrheit eingebüßt. Einer Emnid-Umfrage zufolge kämen CDU/CSU und FDP zusammen auf 47,5 Prozent der Stimmen, wenn am Sonntag gewählt würde, berichtete das Magazin "Focus" am Samstag vorab aus seiner neuen Ausgabe. SPD, Grüne und die Linkspartei erreichten zusammen 49,5 Prozent der Stimmen. Die Union verliere 1,5 Punkte auf 40,5 Prozent, während die SPD 3,5 Punkte auf 34 Prozent aufhole. Auch die anderen großen Meinungsforschungsinstitute hatten in ihren Umfragen nach dem TV-Duell von Bundeskanzler Gerhard Schröder und seiner Unions-Herausforderin Angela Merkel keine Mehrheit mehr für eine schwarz-gelbe Koalition ausgewiesen.

Schröder (SPD) zeigte sich bei einer Wahlkampfkundgebung auf dem Münchner Marienplatz vor knapp 12.000 Zuhörern zuversichtlich. Der Ausgang der Wahl sei noch offen. Wenn Union und FDP bereits die Ministerposten verteilten, belege dies vor allem einen "bedenklichen Mangel an Respekt" vor dem Wähler. Auch Merkel zeigte sich zuversichtlich. CDU und CSU hätten "alle Chancen, die Wahlen zu gewinnen und ein Bündnis von Union und FDP zu erreichen", sagte die CDU-Chefin der "Bild am Sonntag". FDP-Chef Guido Westerwelle schloss in demselben Blatt eine Koalition mit SPD und Grünen erneut aus.

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