Eon/Endesa
Kommentar: Spanische Blockade

Im Übernahmekampf um den Energiekonzern Endesa geht Spanien endgültig auf Konfrontationskurs mit der EU-Kommission. Denn die heute verhängten Auflagen gegenüber Eon haben mit den Richtlinien des europäischen Binnenmarktes nichts zu tun.

Die Energieaufsichtsbehörde CNE hat Eons Offerte entgegen ersten Drohungen zwar nicht komplett blockiert, sie hat aber scharfe Auflagen verhängt. Und die lassen sich mit dem vorgeschobenen Argument – Gewährleistung der Versorgungssicherheit – beim besten Willen nicht begründen.

Warum muss der deutsche Konzern sich von Kernkraftwerken in Spanien zurück ziehen? Eon betreibt europaweit Atomanlagen und hat nie Zweifel an der Zuverlässigkeit aufkommen lassen. Die Auflagen haben einzig und allein den Zweck, den die spanische Regierung von Anfang an verfolgte, möglichst große Teile der Energieversorgung in spanischen Händen zu haben.

Von den Auflagen dürften letztlich spanische Konkurrenten profitieren. Mit den Richtlinien des europäischen Binnenmarktes ist das jedenfalls nicht zu vereinbaren.

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