Ericsson
Lange Leitung

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Unglaublich und nicht akzeptabel. So bezeichneten Analysten die dramatische Gewinnwarnung von Schwedens bis gestern größtem Unternehmen, dem Ausrüster von Telekommunikationsanlagen, Ericsson. Ein Kursverfall von fast 25 Prozent und die Vernichtung von etwa elf Milliarden Euro haben den Telekommunikationsriesen innerhalb eines Tages zum zweitgrößten Konzern des Landes hinter der Einzelhandelskette H&M degradiert. Das war zu viel für die Geduld vieler Aktionäre.

Wieso, fragen sie sich, erkannte Ericsson-Chef Carl-Henric Svanberg die massiven Probleme der Branche erst neun Tage vor der Präsentation der Zahlen für das dritte Quartal? Und wieso sprach Svanberg vor fast genau einem Monat in London vor Analysten und Aktionären noch von einem „starken Marktwachstum“?

Der Konzernchef, der 2003 das Ruder bei Ericsson übernommen hatte, wird sich diese und etliche weitere Fragen in den kommenden Wochen gefallen lassen müssen. Noch sitzt er sicher im Sattel. Immerhin hat er den Konzern mit einem rigorosen Sparprogramm vor dem Ruin gerettet und die Zahl der Mitarbeiter in den vergangenen Jahren auf knapp 60

Helmut Steuer berichtet für das Handelsblatt aus Skandinavien. Regelmäßig ist er auch in der Ukraine unterwegs.
Helmut Steuer
Handelsblatt / Korrespondent

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