_

EU-Entscheid: Deutsche Banken dürfen weiter gerettet werden

Der deutsche Banken-Rettungsschirm für kriselnde Kreditinstitute kann weiterlaufen. Die EU-Kommission billigte am Mittwoch eine Verlängerung des Rettungspakets um sechs Monate.

_

HB BRÜSSEL. Bis Ende 2010 kann der Staat den Banken weiter unter die Arme greifen.

Anzeige

Ursprünglich wäre die Genehmigung am Monatsende ausgelaufen. Nach Ansicht der Kommission ist der Rettungsschirm in Einklang mit den europäischen Beihilferegeln.

"Die Maßnahmen sind zielführend, angemessen und in Zeit und Umfang begrenzt", entschied die Kommission. Der Wettbewerb werde nicht verzerrt, da die Banken für staatliche Garantien höhere Zinsen zahlen müssten und deshalb einen Anreiz hätten, ohne staatliche Hilfe auszukommen. Der Rettungsschirm habe dem deutschen Bankensektor in "schweren Turbulenzen" geholfen.

Die Kommission hatte im Dezember 2008 den nationalen Rettungsplan mit dem damaligen Umfang von bis zu 480 Mrd. Euro genehmigt.

Die Brüsseler Wettbewerbshüter wachen darüber, dass bei der Rettung von Kreditinstituten die freie Konkurrenz in der europäischen Branche nicht ausgehebelt wird. Zugleich verlängerte die Kommission auch ihre Genehmigung für ein Bankenrettungspaket in Ungarn.

  • Kommentare
Kommentar: Politische Grenzüberschreitung

Politische Grenzüberschreitung

Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy rüstet sich für die Wiederwahl - und setzt auf die Unterstützung der Bundeskanzlerin. Merkel wird auf eine Weise in die französische Innenpolitik hineingezogen, die schädlich ist.

Kommentar: Modernisierung ohne Revolution

Modernisierung ohne Revolution

Spaniens Wirtschaft braucht dringend eine Generalüberholung - die neue Regierung unter Mario Rajoy hat ein schweres Erbe angetreten. Doch trotz eingeleiteter Reformen können nicht alle Wünsche der EU erfüllt werden.

  • Kolumnen
Walter direkt: Bittere Pille

Bittere Pille

Die Industrieländer setzen zur Krisenbewältigung auf die Null-Zins-Politik. Das kann eine bittere Pille für die kriselnden Nationen werden. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Notenbanker.

Was vom Tage bleibt: Brandgefährliche Reformen und bizarre Machtkämpfe

Brandgefährliche Reformen und bizarre Machtkämpfe

Wirklich aufatmen kann die EU noch nicht: Das Sorgenkind Athen kommt nicht zur Ruhe und auch der Partner China verspricht keine Stabilität. Die Deutsche Bank dagegen hat ein drängendes Problem gelöst. Der Tagesrückblick

Global Reporting Tiefer Griff in die Kasse

Das sorgenvolle Gesicht des Bankers sagte alles: Brady Dougan, Chef der Schweizer Großbank Credit Suisse (CS) und US-Bürger, musste einen Verlust für das vierte Quartal 2011 von mehr als 600 Millionen Franken eingestehen. Bei der... Von Jan Dirk Herbermann. Mehr…

Handelsblog Zum Wochenende: Unser Modetipp für liberale Ökonomen

Wie kleidet sich der liberale Ökonom von heute? Ist doch ganz klar: Mit dem "Adam Smith Tartan". Die Scottish Economic Society hat zu Ehren des Begründers der modernen Volkswirtschaftslehre ein eigenes Schotten-Karo erstellt und im... Von Olaf Storbeck. Mehr…

  • Gastbeiträge
Gastkommentar: Suche nach Wachstum nimmt neue Formen an

Suche nach Wachstum nimmt neue Formen an

Die Industrieländer sollten die Krise als Weckruf sehen, um die bislang übertünchten Probleme zu lösen, sagt Finanzwissenschaftler Raghuram Rajan. Er fordert vor allem eine nachhaltigere Wachstumspolitik.

James Dyson: Patentverletzungen sind Diebstahl

Patentverletzungen sind Diebstahl

Die Stärken Deutschlands wie Großbritanniens liegen in der Technik. Diese muss aber besser geschützt werden, sagt Erfinder James Dyson. Er hat am eigenen Leib erfahren, wie es ist, wenn Ideen geklaut werden.

Naher Osten: Der Krieg gegen Iran ist längst im Gang

Der Krieg gegen Iran ist längst im Gang

Morde an Wissenschaftlern, Stuxnet und Sabotage: Israel versucht seit geraumer Zeit, die Atomrüstung Teherans zu stoppen. Das geht auch ohne den Einsatz von Kampfjets. Ein Gastkommentar.

  • Presseschau
Presseschau: Die hässliche Fratze der Schuldenkrise

Die hässliche Fratze der Schuldenkrise

Die internationale Wirtschaftspresse kommentiert die populistischen und nationalistischen Eruptionen in Griechenland. Deutschland müsse sich Nazi-Vergleiche nicht gefallen lassen.