EU-Strafzölle
Zweischneidiges Schwert

Die südeuropäischen Schuhhersteller haben sich durchgesetzt: Die EU wird weiterhin Strafzölle auf Schuhe aus China und Vietnam erheben. Damit soll die Branche vor der Billigkonkurrenz aus Asien geschützt werden. Doch diese Strategie hat einen gravierenden Nachteil. Sie schädigt zugleich die Schuhindustrie in den nördlichen EU-Staaten, die längst ihre Fertigung nach Asien ausgelagert hat. Die Strafzölle auf Schuhe illustrieren damit die Unzulänglichkeit protektionistischer Abwehrmaßnahmen in einer global vernetzten Wirtschaft.

Die EU muss deshalb ihre Anti-Dumping-Politik überdenken. Denn die Dummen sind am Ende die Verbraucher. Sie müssen die Zölle über steigende Preise im Laden bezahlen.

hauschild@handelsblatt.com

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