EU/Türkei
In letzter Minute

Na endlich. Warum nicht gleich so? Offensichtlich unterliegen die Betrittsverhandlungen der Türkei mit der EU einer bestimmten Dramaturgie. Erst in letzter Minute vor der möglichen Teil-Aussetzung lenkt Ankara ein und geht auf einen Kompromissvorschlag ein, den die finnische Ratspräsidentschaft schon vor Wochen unterbreitet hatte. Ein Deja-vu-Gefühl lässt sich nicht verleugnen. Denn die Türkei hatte auch erst auf Druck Brüssels die für die Aufnahme entscheidenden Reformen eingeleitet. Ebenfalls in letzter Minute.

Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan, der Bundeskanzlerin Angela Merkel erst in dieser Woche vor einem „historischen Fehler“ gewarnt hatte, scheint sich an seine eigenen Worte erinnert zu haben. Erdogan wird von der EU einen Preis fordern. Und das zu Recht. Denn die EU hatte der Türkei schon vor Jahren eine Beendigung der Blockade über den türkisch-zyprischen Teil der Insel zugesagt. Geschehen ist jedoch nichts. Es ist jetzt also höchste Zeit, die bockbeinige Regierung in Nikosia zur Vernunft zu bringen. Dann kann die EU sogar das Fundament für eine dauerhafte Lösung des Zypernkonflikts legen.

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