EU-VERFASSUNG
Kommentar: Kein Heimspiel

Die Europa-Party ist vorbei. Ab heute muss Bundeskanzlerin Angela Merkel um die EU-Verfassung kämpfen.

Die Berliner Erklärung, die Merkel mit diplomatischem Geschick ausgehandelt hat, ist kein Ersatz für einen Vertragstext. So wichtig die Gesten des vergangenen Wochenendes auch sein mögen: Der Rückblick auf die Anfänge der europäischen Integration beseitigt die aktuellen Friktionen nicht.

Zwar hat die Regie der deutschen EU-Ratspräsidentschaft dafür gesorgt, dass beim Berliner Jubiläumsgipfel ein von feierlichen Reden und Klängen getragener Geist der Eintracht zu spüren war. Doch wer in die versteinerten Gesichter des tschechischen Präsidenten Vaclav Klaus und seines polnischen Amtskollegen Lech Kaczynski blickte, konnte sich ausmalen, wie schwer es Merkel haben wird, bis Juni die 27 Nationen auf eine Linie einzuschwören.

Bezeichnend ist der Umstand, dass von den 27 Staatsoberhäuptern und Regierungschefs allein die Kanzlerin als amtierende Ratspräsidentin die Berliner Erklärung unterzeichnet hat. Kein anderer EU-Chef steht mit seiner Paraphe für den Text gerade. Notorische EU-Skeptiker können sich jetzt zu Hause davon distanzieren. Warum wohl weist der tschechische Staatspräsident so penetrant darauf hin, dass er bei der

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