Europa
Kommentar: Merkels Mission

Gerhard Schröders engagierter heutiger Auftritt im Bundestag kann nicht darüber hinwegtäuschen: In Sachen Europa liegt der Bundeskanzler falsch mit seiner einseitigen Schuldzuweisung an Tony Blair.

DÜSSELDORF. Natürlich trägt der Briten-Premier mit seiner Weigerung, über den Thatcher-Rabatt zu verhandeln, eine Teilschuld an der Führungs- und Finanzkrise der EU. Doch Schröder wäre glaubwürdiger, wenn er auch seinem Freund Jacques Chirac zumuten würde, zumindest längerfristig eine Anpassung der Agrarbeihilfen ins Auge zu fassen. Immerhin geht es um die Hälfte des EU-Etats - und damit einen Klotz am Bein, der Europa davon abhält, zu einer wachstumsstärkeren Region zu werden.

Angela Merkel klang da schon realistischer: „Ein ,Weiter so’ kann es nicht geben“, entgegnete sie in ihrer Rede - rhetorisch ein wenig spröder als der Kanzler, aber gleichwohl aufgeräumt. In einer Zeit, in der ihre Parteifreunde in Nordrhein-Westfalen die Kohlesubventionen auslaufen lassen, muss auch die EU-Agrarpolitik auf den Prüfstand.

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