Kommentare

Diskussion: Kommentare zu: Draghi wird zum Getriebenen der Märkte

Karikatur eines Community-Trolls

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie Trolle? Das sind Unholde, die nichts Gutes im Schilde führen. Internet-Trolle gibt es auch. Das sind solche, die „Beiträge verfassen und sich darin auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken“, heißt es in den einschlägigen Definitionen. Solche Provokationen würgen eine Diskussion ab. Internet-Trolle sind also Menschen, die wir in unserer Handelsblatt-Online-Community nicht brauchen. Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft.
Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie haben ein Recht zu wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten.

Ihre Handelsblatt-Online-Redaktion
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  • 02.08.2012, 17:00 Uhrkarstenberwanger

    Draghisch draghisch :D so und jetzt??? Gelddrucker für alle Bürger? *lach* Ich hoffe so mancher wacht jetzt endlich auf udn sieht ein dass dieser Euro-Mist ein Desaster ist und nicht mehr zu retten ist.

    • 02.08.2012, 17:46 Uhrgoldfinger

      Ich druck meine 1000 Euro Scheine schon längst selber :-))

    • 02.08.2012, 20:37 UhrMJM1605

      Das der Euro eine Fehlentscheidung war ist wohl langsam allen klar. Auch wenn besonders Deutschland, durch den, auf günstigen Schulden basierenden, hohen Konsum deutscher Wahren in den südlichen Krisenländern, davon profitiert hat. Wer aber heute die Abschaffung des Euro fordert hat wirklich die gesamten Zusammenhänge nicht begriffen. Es würde sofort jeden im schwerster Weise treffen. Vom Multimillionär mit seinem Betrieb und damit seine Angestellten bis zur kleinen Rentnerin, ihrer Rente und ihr Erspartes. Das gesamte System würde kollabieren. Es gibt also tatsächlich kein Zurück sondern nur das Finden der weniger schmerzhaften Lösung. Ich persönlich kann nur wiederholen dass ich sie in einer kontrollierten Inflation bei gleichzeitiger Lohnanpassung sehe.

    • 02.08.2012, 21:19 Uhrabtz

      Vollkommen richtig. Eine gesunde Portion Inflation hat noch niemand geschadet. Das Problem scheint eher zu sein, wo man sie her bekommt. In Japan klappts nicht, auch die USA bringen die Inflation nicht mehr her.
      Deshalb geht man jetzt den anderen Weg um das Geld, bzw. Kapital zu entwerten. Zinsen runter, um negativ Rendite zu schaffen.

    • 02.08.2012, 21:51 UhrRainer_J

      @abtz

      Zitat:"Eine gesunde Portion Inflation hat noch niemand geschadet."

      Wenn jemand eine Lebensversicherung oder einen langfristigen Sparvertrag hat, dann kann eine "gesunde Portion Inflation" sehr wohl erheblichen Schaden anrichten. Nicht sofort, aber mit der Zeit!

      Jemand spart mehrere Jahrzehnte einen nicht unerheblichen Betrag seines monatlichen Einkommens und kann sich nach Auszahlung dann davon einen Kleinwagen kaufen. Diese Person wurde durch die stetige Geldentwertung massiv betrogen.

      Inflation > 2% ist ein Verbrechen.

      Jeder, der eine Lebensversicherung hat, sollte Schäuble anzeigen!

  • 02.08.2012, 17:06 UhrDr.NorbertLeineweber

    Wollen wir den totaen Graghi?
    Es fehlt noch, dass er sich in die Retterrolle hineinstiehlt. Was jetzt von Draghi vorbereitet wird, kommt der Abschaffung der Notenbank in der Form gleich, wie sie konzipiert war, um in die Fußstapfen der Bundesbank zu treten. Stabilität wie unter der DM sieht anders aus, als das Chaos, das die gemeinsame Währung angerichtet hat.
    Alles was Draghi einsetzen will, muss zu einer massiven Kapitalflucht des gesamten Auslandes aus Europa führen. Da die wirtschaftlichen Entscheider über hinreichend Sachkompetenz verfügen ist klar, dass Draghis Maßnahmen der Sargnagel für die Glaubwürdigkeit des Euroraumes ist. Die Abwertung des Euro des letzten Jahres wird weitergehen. Setzen sich Monti, Hollande und Draghi durch, und machen den ESM und die EZB zur Gelddruckmaschine, um die Sünden der Vergangenheit finanzieren zu lassen, ist das die größte wirtschaftliche und soziale Ungerechtigkei die es auf einem Kontinent je gegeben hat. Die Pleitestaaten genießen ex post die nachgereichte Finanzierung für das, was sie über ihre Verhältnisse konsumiert haben.

    • 02.08.2012, 17:52 UhrKonsumentenkredite

      Und parallel dazu wird sich auch eine Änderung in der Mentalität der Leute ergeben, die eben anders gewirtschaftet haben.
      Es ist die grösste soziale Ungerechtigkeit, die man sich vorstellen kann. Leute, die ihr lebenlang gearbeitet haben und einzahlen durften in Rentenkassen wird jetzt das Geld weggenommen, um Banken zu stützen, die Kredite an Leute gegeben haben, obwohl sie nicht zahlungsfähig waren. Wir sprechen hier nicht nur über Immobilien, sondern auch über Konsumentenkredite, also Auto, etc. Oder hat jemand eine andere Information zur Sache?

    • 02.08.2012, 20:41 UhrMJM1605

      "Die Pleitestaaten genießen ex post die nachgereichte Finanzierung für das, was sie über ihre Verhältnisse konsumiert haben." Und was Deutschland gerne zehn Jahre akzeptiert und mitfinanziert hat und ganz im Besonderen gut davon gelebt hat. Also sollten wir endlich aufhören zu heulen!

  • 02.08.2012, 17:07 Uhrso_what

    Dazu mal unbedingt anschauen:

    Das VIDEO Interview heute Vormittag mit Jürgen Stark

    an der Börse Frankfurt

    zu finden auf der n-tv Hauptseite http://www.n-tv.de/

    rechts weiter unten


    "Anleihekäufe nicht Aufgabe der EZB"

    EZB-Präsident Mario Draghi hat sich in Sachen Euro-Rettung weit aus dem Fenster gelehnt. Gegenüber n-tv kritisiert der ehemalige Chefvolkswirt der EZB, Jürgen Stark, dass die Währungshüter mit weiteren Anleihenkäufen in der Haushaltspolitik wildert. Dass dazu auch Druck auf die EZB ausgeübt wird, findet Stark "skandalös".
    02.08.12 05:17 min

    • 02.08.2012, 17:23 UhrRon777

      Draghi hat drei deutliche Zeichen gesetzt, dass er nicht mehr Herr der Lage ist. Zunächst hat er offen zugegeben, dass ihm die Unterstützung des wichtigsten Landes, nämlich Deutschland, bei seinen Absichten fehlt. Er spricht vom Abweichler Weidmann. Dann gibt er zu den bevorstehenden Maßnahmen zu Protokoll, dass der Fokus eventueller Anleihekäufe auf den Kurzläufern liegt. Das ist ein weiteres Zeichen dafür, dass ihm in Hinterzimmern sehr deutlich gemacht wurde, dass seine Aktionen illegal sind und nur kurzfristig geduldet werden. Darghi weiß, dass er schnell justiziabel werden könnte, wenn er gegen die Statuten der EZB und die EU-Verträge verstößt. Zuletzt sagt er noch, er lasse den Euro nicht untergehen. Das ist aus dem Munde eines EZB-Präsidenten fast schon ein Eingeständnis des Scheiterns der Chaoswährung. Der Euro wird eben nur noch künstlich beatmet.

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