Fallstricke auf dem Weg zur bedarfsgerechten IT
„On demand“ kann Kosten senken

Die zukünftige Integration sämtlicher Prozesse innerhalb der Unternehmen erfordert eine flexible Infrastruktur bei Hard- und Software. IT-Konzerne reagieren mit maßgeschneiderten Angeboten auf Abruf. Gérard Richter, Partner bei Roland Berger äußert sich im Gespräch mit Handelsblatt-Redakteur Thomas Mersch zum Trend des ODC.

IT-Konzerne werben massiv mit maßgeschneiderten Angeboten auf Abruf: "On demand" heißt es bei IBM, "N1" bei Sun und "Utility" bei Hewlett-Packard. Steckt mehr dahinter als Marketing-Ideen?

Innovationen setzen sich oft durch, wenn sie von einer überzeugenden Marketingstrategie begleitet werden. Viele Anbieter haben erkannt, dass On-Demand-Computing, kurz ODC, einen entscheidenden Trend darstellt.

Welche Vision verbirgt sich hinter dem Schlagwort On-Demand-Computing (ODC)?

Es geht um die Vision des "On-Demand-Business". Unternehmen werden künftig sämtliche Prozesse integrieren, vom Zulieferer bis zum Kunden. Voraussetzung dafür ist eine flexible Infrastruktur bei Hard- und Software. Die Unternehmen müssen etwa beim Speicher-Einsatz beweglich bleiben und ihre Software frei skalierbar an andere Systeme anbinden können. Diese Weichen werden derzeit gestellt.

Wer ist die denn die aussichtsreichste Zielgruppe der ODC-Anbieter?

Interessant ist ODC vor allem für Unternehmen mit flexiblen, dynamischen Geschäftsprozessen. Anstatt laufend ungenutzte Rechenleistung bereitzustellen, können sie mit ODC auf deutliche Schwankungen der Nachfrage reagieren.

Können Sie hierfür ein Beispiel nennen?

Typisch ist etwa das Automobil-Leasing. Die Kunden kommen vor allem in der Mittagspause oder nach Feierabend sowie am Samstag. Während dieser Stoßzeiten benötigen Leasing-Anbieter besonders hohe Rechenkapazitäten, etwa für Transaktionen mit Autoherstellern oder Auskunftsstellen wie der Schufa. Die Unternehmen halten also Überkapazitäten vor, um bei Bedarf zügig kommunizieren zu können. Anderenfalls hätten ihre Kunden zur Stoßzeit lange Warteschlangen hinzunehmen.

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