Fannie Mae und Freddie Mac
Die Stunde der Feuerwehren

An Tagen wie diesen hilft nur der pure Pragmatismus. Fannie Mae und Freddie Mac sind nicht nur große Immobilienfinanzierer, sondern das Rückgrat des gesamten Häusermarktes in den USA.
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An Tagen wie diesen hilft nur der pure Pragmatismus. Fannie Mae und Freddie Mac sind nicht nur große Immobilienfinanzierer, sondern das Rückgrat des gesamten Häusermarktes in den USA. Wenn jetzt eine konzertierte Aktion aus Notenbank und Politik die beiden Gesellschaften vor dem Zusammenbruch bewahrt, so kann man zwar ordnungspolitisch die Nase rümpfen, weil der Marktmechanismus außer Kraft gesetzt wird. In Notzeiten gibt es aber keine Alternative zum Einspringen des Staates, beide Institute sind ganz einfach "too big to fail".

Allerdings zeigt sich auch wieder einmal, dass die Kombination aus Börsennotiz und staatlicher Unterstützung am Ende fast immer dazu führt, das Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden. Dieser Mischmasch sollte auf den Prüfstand kommen, wenn in den nächsten Monaten die politischen und regulatorischen Aufräumarbeiten aufgenommen werden.

Die Deutschen sollten sich mit Wertungen sowieso eher zurückhalten, schließlich ist auch bei uns das Einspringen des Staates kein unbekanntes Phänomen. Man denke nur an die Maßnahmen zur Rettung der IKB oder der SachsenLB - und hier hätte man schon eher mal fragen können, ob zumindest die Mittelstandsbank in Düsseldorf wirklich so groß war, dass es keine Alternative gab.

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