FAO
Was noch fehlt

Neue Erkenntnisse über die Lebensmittelkrise oder wie die weltweite Preisexplosion zu bekämpfen ist, sind von der Konferenz kaum zu erwarten. Aber dafür Impulse für konkretes Handeln.
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Ein paar Tage in Rom gefällig? Dazu schmackhaftes Essen und guter Wein? Reichlich Tagegeld? Hunderte Politiker, Diplomaten, Funktionäre und Lebensmittelexperten werden in diesen Tagen in der Ewigen Stadt zu Gast sein. Eingeladen sind sie zum Hungergipfel der Uno-Landwirtschaftsorganisation FAO. Gleichzeitig hungert fast eine Milliarde Menschen, die wirtschaftliche und politische Stabilität Dutzender Staaten ist in Gefahr.

Neue Erkenntnisse über die Lebensmittelkrise oder wie die weltweite Preisexplosion zu bekämpfen ist, sind von der Konferenz kaum zu erwarten. Dass die Preise weggaloppieren, merkte die Uno schon im vergangenen Jahr. Seitdem jagen sich Appelle gegen die Unterernährung und für mehr Lebensmittelsicherheit. Die Weltorganisation und andere Institutionen debattieren in etlichen Formaten über die globale Herausforderung. Uno-Chef Ban Ki Moon lud zu einem Hunger-Minigipfel in Bern, er gründete eine Eingreiftruppe gegen die Krise. Die Weltbank und der Internationale Währungsfonds setzten die Angelegenheit auf ihre Agenda, selbst der Uno-Menschenrechtsrat traf sich zu einer Dringlichkeitssitzung.

Die Gründe für die rasante Teuerung sind kein Geheimnis: Sie reichen von Dürren über eine gestiegene Nachfrage nach Fleisch und Gemüse bis hin zu hohen Aufwendungen für Energie. Ebenso wissen die meisten Experten, was getan werden muss, um den Hunger in der Welt zu bekämpfen: Vermehrte Investitionen in die Landwirtschaft und Infrastruktur wären ein Anfang. Ebenso gefragt ist der Kampf gegen Korruption in den Entwicklungsländern und gegen Protektionismus in den reichen Staaten. Die Fachleute sollten aber ebenso begriffen haben: An Aufrufen, Konferenzen und Gipfeln hat es in den vergangenen Monaten nicht gemangelt. Konkretes Handeln aber fehlt noch.

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