Finanzinvestoren
Einfach anziehend

Die Liste der Modekonzerne, die in jüngerer Zeit von Finanzinvestoren übernommen wurden, ist lang. Der Hemdenhersteller Eterna aus Passau ging an Alpha/Quadriga, die Damenmodemarken Basler aus Goldbach an Triton, die Damenmodemarke Rosner aus Ingolstadt an Link Theory und die Luxusmarke Jil Sander aus Hamburg an Change Capital Partners.

Und selbst beim SDax-Titel Escada ist mit Finartis ein Finanzinvestor größter Einzelaktionär. Was macht die Mode aus Deutschland so anziehend für internationale Finanzinvestoren? Die Branche hat ihren Strukturwandel früher und erfolgreicher als viele andere Wirtschaftszweige hinter sich gebracht. Die Produktion wurde seit Mitte der 70er-Jahre systematisch ins Ausland verlagert – zunächst nach Süd- und Osteuropa, später nach Asien. Nur noch Luxusware oder Hochmodisches wird heute in Europa geschnitten, genäht und gebügelt. In Deutschland verblieben sind Design und Marketing, und die konzentrieren sich auf den Aufbau von Markenwelten – national und international. Mode aus Deutschland ist heute ein Exportschlager. In Europa führt nur Italien wertmäßig mehr Mode aus. Kurzum: Die Branche hat aus einer Not – ihrem arbeits- und lohnintensiven Charakter – eine Tugend gemacht.

Und der Wandel geht weiter. Junge Modekonzerne wie New Yorker aus Braunschweig, CBR aus Hannover und Tom Tailor aus Hamburg hebeln die klassische Aufteilung von Hersteller und Händler aus. Sie beherrschen wie Hennes &

Tanja Kewes
Tanja Kewes
Handelsblatt / Chefreporterin
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