Forsa-Umfrage
Union und SPD punkten gegen Linkspartei

Einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa zufolge haben Union und SPD in der Wählergunst wieder leicht zugelegt. Unterdessen haben sich sowohl Gerhard Schröder als auch seine Herausforderin Angela Merkel den Wählern gestellt.

HB BERLIN/WITTENBERG. Gegenüber der Vorwoche verbesserten sich CDU/CSU und SPD bei der Sonntagsfrage um je einen Punkt auf 43 beziehungsweise 29 %, berichtete der Fernsehsender RTL am Montagabend. Die in Linkspartei umbenannte PDS verlor zwei Punkte auf zehn Prozent. Für FDP und Grüne ermittelte Forsa unverändert je sieben Prozent.

In der Kanzlerpräferenz konnte dagegen Amtsinhaber Gerhard Schröder seine Werte gegenüber Unions-Herausforderin Angela Merkel verbessern. Der SPD-Politiker legte um zwei Punkte auf 43 % zu. Bei einer Direktwahl des Kanzlers würden für Merkel nur 29 % der Befragten stimmen. Die CDU-Chefin verlor gegenüber der Vorwoche damit einen Punkt.

Bei seinem ersten Wahlkampfauftritt in den neuen Ländern hat Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) unterdessen CSU-Chef Edmund Stoiber vor einer Spaltung Deutschlands gewarnt. "Herr Stoiber, kehren Sie um, machen Sie nicht weiter mit dem Versuch, Deutschland zu spalten", sagte Schröder am Montag vor der Semperoper in Dresden. Was Stoiber und andere formulierten, sei die "Missachtung der Lebensleistungen der Menschen im Osten".

Außerdem würde so die "Spaltung in den Köpfen und gelegentlich auch in den Herzen" vertieft, sagte Schröder mit Blick auf Stoibers Äußerungen über das Wahlverhalten der Ostdeutschen. Der bayerische Ministerpräsident hatte gesagt, es dürfe "nicht sein, dass letztlich die Frustrierten über das Schicksal Deutschlands bestimmen". Doch neben Stoiber gab es sowohl für Schröder als auch für Angela Merkel ein weiteres großes Thema: Die Linkspartei.

Der Bundeskanzler hat auf der anderen Seite die Linkspartei aufgefordert, sich von rechtsextremen Positionen abzugrenzen. "Zieht klare Grenzen zum rechten Sumpf, denn daraus ist noch nie etwas Gutes für Deutschland entstanden", sagte Schröder bei einer Wahlkampfveranstaltung am Montagabend im thüringischen Jena. Zudem warf er der Partei vor, Illusionen zu schüren, dass die Sozialsysteme ohne Reformen zukunftssicher auch für kommende Generationen wären. Der Spitzenkandidat der Linkspartei, Ex-SPD-Chef Oskar Lafontaine, hatte Kritik auch in den eigenen Reihen ausgelöst, als er von "Fremdarbeitern" als Gefahr für deutsche Arbeitsplätze gesprochen hatte. Ihm war vorgeworfen worden, sich damit der Ausdrucksweise von Rechtsextremisten zu bedienen.

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