Forschungsgruppe Wahlen
SPD-Umfrageplus nutzt Rot-Grün nichts

Trotz steigenden Zuspruchs für die SPD halten Union und FDP in der ZDF-Umfrage Politbarometer für die Bundestagswahl mit 51 Prozent weiter die absolute Mehrheit. Für die Umfrage wurden zwischen dem 23. und dem 25. August über 1300 Wahlberechtigte befragt.

HB BERLIN. Nach der am Freitag veröffentlichten Erhebung der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen CDU/CSU unverändert zur Vorwoche bei 43 Prozent, auch die FDP hielt ihren Wert von acht Prozent.

Die SPD legte in der Sonntagsfrage um einen Punkt auf 30 Prozent zu, die Grünen gaben einen Punkt auf acht Prozent nach. Damit bleibt das Umfrageinstitut Emnid das einzige Institut, das die FDP im Moment vor den Grünen sieht. Die noch vor kurzer Zeit in vielen Umfragen zum Teil deutlich über zehn Prozent liegende Linkspartei erhielt im Politbarometer wie in der Vorwoche acht Prozent der Stimmen.

Nach der Umfrage geht ein Großteil der Befragten (74 Prozent) davon aus, dass der Vorsprung von Union und FDP von Rot-Grün nicht mehr aufzuholen ist. Nur 20 Prozent der Befragten halten dies noch für möglich. Zum Vergleich: Bei der Bundestagswahl 2002 hatte Rot-Grün im Politbarometer Ende August nach zeitweise ebenfalls deutlichem Rückstand Schwarz-Gelb bereits überholt.

Selbst bei den Anhängern der SPD (30 Prozent) und der Grünen (30 Prozent) halten nur Minderheiten eine rot-grüne Mehrheit noch für erreichbar. Allerdings führt Bundeskanzler Gerhard Schröder noch bei der Frage nach dem gewünschten Kanzler vor seiner Herausforderin und CDU-Chefin Angela Merkel mit 47 vor 42 Prozent.



Allerdings ist die Zahl der unentschlossenen Wähler sehr hoch: Lediglich 63 Prozent haben sich bereits endgültig festgelegt, 29 Prozent sind dagegen noch unsicher, und acht Prozent wollen der Wahl fernbleiben. Diese Werte fallen nach Angaben der Meinungsforscher ähnlich aus wie 2002 und zeigen, wie entscheidend die letzten drei Wochen des Wahlkampfs für das endgültige Abschneiden der Parteien werden.

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