Fusion Nyse Euronext
Kommentar: Verlierer Europa

Für den europäischen Finanzmarkt ist eine Fusion der Euronext und der New Yorker Börse eine denkbar schlechte Nachricht. Denn die USA werden noch einflussreicher.

Von der Idee eines europäischen Finanzmarktes als Gegengewicht zu den USA kann man sich wohl verabschieden, zumal die US-Technologiebörse Nasdaq drauf und dran ist, die Londoner Börse zu übernehmen.

Die Folge: Gesetze und Rechtsprechung der USA werden das europäische Wirtschaftsgeschehen in der Zukunft noch stärker dominieren. Die dadurch wachsende Bedeutung des US-Marktes dürfte eine weitere Verschiebung der Entscheidungszentren über den großen Teich bedeuten. Das schwächt Europa auch im Konkurrenzkampf mit den Wirtschaftsgiganten der Zukunft: Indien und China. Unter dem Strich:Europa scheitert wieder an nationalen Befindlichkeiten und überlässt anderen das Feld.

Für die Deutsche Börse als Konzern ist wird es jetzt im Fusionspoker eng, aber es ist noch nicht alles verloren. Ihr Blick dürfte sich jetzt auf die Chicagoer Derivatebörsen, die Schweizer SWX oder die asiatischen Märkte richten.

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