Gastbeitrag
Merkels Euro-Waterloo

Die IWF-Analyse zu den Hilfen für Griechenland stellt nicht nur die falsche Krisenstrategie der Europapolitiker bloß. Sie zeigt, dass Merkels Euro-Rettungszug an die Wand gefahren ist, sagt die Linken-Politikerin.
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BerlinDas Eingeständnis des Internationalen Währungsfonds (IWF), es habe beim Hilfsprogramm für Griechenland massive Fehler gegeben, ist das Waterloo für Angela Merkels Euro-Krisenpolitik. Ursprünglich war Angela Merkel stolz darauf, den IWF für das erste 110-Milliarden-„Hilfsprogramm“ für Griechenland mit ins Boot geholt zu haben: „Ohne Deutschland wäre es zu einer Einbeziehung des IWF nicht gekommen“, so die Bundeskanzlerin in ihrer Regierungserklärung am 5. Mai 2010. Denn, so Merkel, der IWF habe „wertvolle Erfahrungen“, die „unverzichtbar“ für eine „erfolgreiche Umsetzung des griechischen Sanierungsprogramms“ seien. Mit „wertvollen Erfahrungen“ war die sogenannte Austeritätspolitik des IWF gemeint, also das brutale Kürzungsdiktat von Löhnen, Renten und Sozialausgaben.

Diese Politik ist nicht nur unsozial. Sie geht auch, wenn man den Äußerungen der Verantwortlichen trauen darf, von der falschen Diagnose aus. Maßgeblich Schuld an der sogenannten Euro-Krise waren nicht die Menschen, die angeblich in den Krisenländern über ihre Verhältnisse gelebt haben. Das zeigt die Entwicklung der Produktivität im Verhältnis zu den Löhnen dieser Länder, ausgedrückt in den Lohnstückkosten. Schuld waren stattdessen die immensen Kosten der Bankenrettungen und die Ungleichgewichte in der Eurozone.

Letztere hervorgerufen durch die Fehlkonstruktion der Währungsunion, die es Deutschland ermöglichte, durch Lohn- und Sozialdumping seine Handelsbilanzüberschüsse extrem zu Lasten der europäischen Partner auszudehnen. Die Bundeskanzlerin wollte aber die sogenannte Euro-Krise lösen, ohne die deutschen Exportüberschüsse aufzugeben und ohne die Banken in Haftung zu nehmen.

Ersteres, also die Lösung der Euro-Krise unter Inkaufnahme einer Aufgabe der deutschen Exportüberschüsse, hätte eine Abkehr von der Agenda-2010-Politik nötig gemacht. Dafür hätten die Rahmenbedingungen in Deutschland für deutlich höhere Löhne und Investitionen geschaffen werden müssen. Das würde keinen Verzicht auf Exporte bedeuten, wie oft kolportiert wird, sondern die inländische Verwendung des in Deutschland produzierten Wohlstands für die Menschen, die diesen Wohlstand hier produziert haben.

Kommentare zu " Gastbeitrag : Merkels Euro-Waterloo"

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  • "VVerschleppung des Schuldenschnitts" bleibt sich gleich, wie es genannt wird. Die Hilfsmittel hätten wirklich ausreichen können, wenn damit die eigentlichen Löcher gestopft worden wären. Offiziell hört sich das sehr gekonnt an, inoffiziel wußt jeder vernünftige Mensch, wie es sein würde, wenn "längst fällige Konkurse" mit HIlfe dieser Bundesregierung verschleppt wurden.

  • Egal mit was diese Flaschen
    von CDUSPDGRÜNEFDPCSULINKE
    die AfD noch beleidigen werden,
    ich habe meine Entscheidung
    unwiderruflich gefällt!

    In der AfD gibt’s Streiterin …
    Die AfD zerfleischt sich bis zur Wahl selbst …

    Das gibt’s natürlich bei CDUSPDGRÜNEFDPCSULINKE nicht!
    Der Nikolaus ist im April der Osterhase …
    ++++++++++++++++++++++++++++++
    Geht bloss alle im September zur Wahl!
    Wir müssen unseren Untergang stoppen!
    ++++++++++++++++++++++++++++++
    UMFRAGE

    http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/umfragen/id_63395934/forsa-umfrage-beide-politischen-lager-ohne-mehrheit.html

    Wen würden Sie wählen,
    wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre?

    STAND: Sonntag, 09.06.2013/12.205h
    Es haben 18899 Besucher abgestimmt

    CDU/CSU 24% (4531 Stimmen)

    SPD 12.1% (2294 Stimmen)

    Die Grünen 3.8% (718 Stimmen)

    FDP 2.9% (555 Stimmen)

    Piratenpartei 1.7% (312 Stimmen)

    AfD 42.7% (8076 Stimmen)

    Die Linke 3.8% (719 Stimmen)

    Keine Partei 3.8% (712 Stimmen)

    Andere Parteien 5.2% (982 Stimmen)

    * Diese Nutzerumfrage ist nicht repräsentativ für die Gesamtbevölkerung. Online-Umfragen sind einem hohen technischen Missbrauchsrisiko ausgesetzt, die Ergebnisse dieser Umfrage könnten eventuell von Dritten manipuliert worden sein.

  • Heutzutage ist man Links-Extrem wenn man für die Menschen eintritt und nicht für das Finanzkapital.
    Eine Politik die auf Lohndumping als Allheilmittel gegen Arbeitlosigkeit setzt und der Sozialstaat nur mehr zur Rettung der Verluste der Finanzindustrie da ist,
    frei nach dem Motto
    Gewinne privatisieren Verluste sozialisieren,
    hat den Anspruch soziale Marktwirtschaft,
    pervertiert.

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