Gastkommentar
Die überraschende Krise

Über die Definition von Finanzmarktkrisen streiten sich zwar die Ökonomen, aber keiner wird leugnen, dass wir mitten in einer stecken, selbst wenn ihr Ausmaß noch nicht abzusehen ist. Dem Publikum, vom Börsenkrach 2000 noch kaum erholt, schwant Arges, und verärgert fragt es, ob wir denn gar nichts lernen?
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Es sieht nicht danach aus. Bislang wurde jedenfalls keine Finanzmarktkrise – ob Börsenkrach 1987, EWS-Währungskrise 1992, Südamerika-/Russland-/Südostasienkrise 1998 und Börsenkrach 2000 – richtig prognostiziert. Stets stellen sich die Krisen überraschend ein und setzen die Politik unter großen Zeitdruck. Zwar fehlt es nie an Stimmen, die warnend auf exorbitante monetäre, reale oder fiskalische Ungleichgewichte – meist die Folge von „zu viel Geld“ im In- oder Ausland – hinweisen. Aber irgendwo sagt eben immer irgendwer das Richtige.

Auf überdurchschnittliche Renditen erpichte Anleger, Banken, gelegentlich sogar Zentralbanken, wähnen alles unter Kontrolle, und eine Weile nährt die Hausse ja sich selbst. Sind die Gefahren für das Ganze –

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