Gastkommentar
Die Zukunft des Internets ist mobil

Hinter dem mobilen Internet - dem Zugang zum Web über das Mobiltelefon - steckt enormes Potenzial. Auf einen PC kommen heute schon weltweit vier Handys. Doch nicht alle Inhalte sind passend.

Die GSM Association rechnet damit, dass bis 2008 rund 1,3 Milliarden Menschen über ihr Mobiltelefon ins Internet gehen werden. Mittlerweile dürften viele Menschen ihre ersten Erfahrungen mit dem Internet über das Mobiltelefon machen - vor allem in Ländern, wo die PC-Nutzung eher eingeschränkt ist.

Um die Möglichkeiten des mobilen Internet wirklich wahrzunehmen und nutzen zu können, gelten allerdings einige Kriterien: Es muss einfach, hilfreich und kostengünstig sein. Erst dann wird auch das "mobile Ökosystem" davon profitieren, denn die steigenden Datenmengen werden die Umsätze der Netzbetreiber rapide ansteigen.

Den Experten von Chetan Sharm Consulting zu Folge machten die Top Ten Netzbetreiber für mobile Daten rund 24 Milliarden Umsatz allein in der ersten Jahreshälfte 2006. Es ist noch genug Raum für Verbesserungen, wie die Zahlen von Wireless Intelligence zeigen: Nur bei einem Viertel der Mobilfunkbetreiber, die im dritten Quartal des vergangenen Jahres den mit Daten generierten Umsatzanteil veröffentlichten, lag dieser bei mehr als 20 Prozent. Um das zu übertreffen, spielt das mobile Internet eine gravierende Rolle.

Doch nicht nur Netzbetreiber profitieren von diesem Trend. Für Konsumenten sind mobile Internetseiten ein echter Mehrwert. Websites, die für die Darstellung auf mobilen Endgeräten umgewandelt und optimiert sind, machen deutlich, dass das Internet mobil geworden ist - "Internet made mobile".

Die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Inhalten ist da. Und diese müssen überall garantiert sein - ob auf so genannten Social Networking Sites, bei kleinen Unternehmen und auch international tätigen Firmen. Es gibt bereits zahlreiche Seiten, die diese Anforderungen erfüllen, problemlos auf mobilen Endgeräten dargestellt werden und funktionieren. Sie wurden speziell dafür entwickelt. Es reicht nicht, eine bestehende Website einfach zu minimieren, um sie auf eine kleinere Anzeige zu zwängen. Um mobil-freundlich und wirklich hilfreich zu sein, muss eine Seite nach festen Kriterien designt sein.

Einen Online-Auftritt mobil zu machen ist einfacher, als man es sich vielleicht vorstellt. Wer beim Entwickeln folgende Punkte gleich beachtet, kann sicher sein, dass das Ergebnis auch auf mobilen Endgeräten funktioniert. Die Programmierung sollte in XHTML erfolgen und als Adresse eine Second Level Domain gewählt werden (ohne www). Auf Pop-ups und Frames sollte verzichtet werden.

Selbstverständlich sind eine klare Menüführung und passende Grafiken. Die Notwendigkeit zu Scrollen sollte auf ein Minimum reduziert werden, Tabellen sind für mobile Websites nicht geeignet. Mittlerweile gibt es einige Server-basierte Programme, die nichts oder nur wenig kosten - zum Beispiel mobisitegalore.com oder zinadoo.com. Damit sind mobile Internetseiten im Handumdrehen erstellt.

Unabhängig davon, wie sie erstellt werden: Der wichtigste Punkt ist, genau darüber nachzudenken, welche Inhalte für das mobile Internet wirklich sinnvoll sind. Was würde man sich selber wünschen, was ist brauchbar? Nicht alles, was eine traditionelle Website enthält, ist auch für das Surfen vom Mobiltelefon geeignet. Letztlich dürfte der Erfolg des mobilen Internets in der Qualität seiner Inhalte liegen und darin, diese benutzerfreundlich aufzubereiten. Dies gilt für alle, die sich mit dem für sie möglichen Potenzial des mobilen Internets beschäftigen - unabhängig davon, ob es ein privates oder geschäftliches Ziel verfolgt.

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