Georgien-Besuch
Kommentar: Jubel für Bush

Eine Rede vor 150000 Menschen - das sind die Dimensionen, die man sonst nur vom Papst gewohnt ist. George W. Bush hat sie locker erreicht - in Tiflis, der Hauptstadt Georgiens, wo der US-Präsident die friedliche „Revolution der Rosen“ würdigte. Das ist eben der Unterschied zwischen Amerika und dem „alten“ Europa: Während Frankreichs Staatspräsident Chirac und Bundeskanzler Schröder die Nähe zum russischen Präsidenten suchen wird der amerikanische Präsident in Osteuropa als Freund demokratischer Freiheiten gefeiert. Von den baltischen Staaten über Bulgarien bis hin zu Georgien wird Bush umjubelt.

Zugegeben: Ein US-Präsident kann dies leichter tun, als etwa ein deutscher Bundeskanzler und man müßte sich nur für einen Moment vorstellen, Putin würde in ähnlicher Weise im „amerikanischen Hinterhof“, in Latein- und Südamerika, auftreten. Aber ein wenig mehr Begeisterung des „alten“ Europa für den Freiheitsdrang und die Begeisterung vieler Osteuropa für die Wiedergewinnung demokratischer Freiheiten stünde uns gut an.

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