Geschäftsmodell
Premiere bangt um die Zukunft

Auch nach dem Verlust der Bundesliga-Fernsehrechte verzichtet der selbstbewusste Premiere-Chef Georg Kofler nicht auf Hohn und Spott, wenn er über die Konkurrenz spricht. Die Kabelbranche, die ihm völlig überraschend die Pay-TV-Rechte für die Bundesliga abjagt hat, bezeichnet Kofler arrogant als „Nobody“. Doch mit griffigen, provokanten Sprüchen kann der Chef des Münchener Pay-TV-Konzerns die Zukunft nicht gewinnen. Kofler braucht dringend neue Geschäftsmodelle, um Premiere in eine wirtschaftlich sichere Zukunft zu führen. Doch der Fernsehmanager, der das riskante Spiel liebt, steht nun mit leeren Händen da. Einen Plan B gibt es offenbar nicht.

Die Börse spricht eine eindeutige Sprache. Viele Aktionäre wissen: Ohne Bundesliga ist Premiere nur halb so viel wert. Im Schock über den verlorenen Rechte-Poker kehren sie dem Bezahlfernseh-Konzern scharenweise den Rücken. Auch intern wächst die Angst: Mitarbeiter drohen zum neuen Kabelkonkurrenten Arena überzulaufen. Premiere muss um seine Zukunft bangen.

Hans-Peter Siebenhaar ist Handelsblatt-Korrespondent in Wien und ist Autor der Kolumne „Medienkommissar“.
Hans-Peter Siebenhaar
Handelsblatt / Korrespondent für Österreich und Südosteuropa
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%