Glos: Keine Schuldzuweisung
Nach CSU-Wahldebakel steht Stoiber in der Kritik

In der CSU ist nach dem Wahldebakel der Partei in Bayern eine Diskussion um den Führungsstil von CSU-Chef Edmund Stoiber entbrannt. Vor Beginn der Vorstandssitzung in München kritisierte die Parteivorsitzende Barbara Stamm am Montag, in den vergangenen Jahren sei in der Partei vieles zu schnell gegangen.

HB MÜNCHEN. "Es kann nicht so sein, dass einige wenige entscheiden, wie die Strategien sind, und die anderen dann Solidarität zu üben haben", erklärte Stamm. Sie wünsche sich, dass in Zukunft wieder stärker und auf breiterer Basis diskutiert werde.

Die CSU hatte am Sonntag die magische 50-Prozent-Marke verfehlt und war auf 49,3 Prozent abgefallen. Der CSU-Landesgruppenvorsitzende Michael Glos und Staatskanzleichef Erwin Huber warnten dagegen vor Schuldzuweisungen. Huber sagte, er könne sich nicht vorstellen, dass das Zögern Stoibers in Bezug auf seinen möglichen Wechsel nach Berlin zu dem Wahlergebnis beigetragen habe. Glos erklärte: "Ich wüsste nicht, dass er mit Schuld trägt."

Stoiber räumte ein, das Wahlergebnis in Bayern sei "sicherlich schmerzlich". Allerdings sei von vornherein klar gewesen, dass die CSU ihren "Bayernbonus" von 2002 nicht halten konnte.

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