Google
Milliarden im Netz

Auch wenn die Gründer der Internetsuchmaschine Google vom Aussehen noch immer an die netten Studenten von nebenan erinnern: Wenn Larry Page und Sergey Brin hinlangen, dann richtig. So katapultierte bereits der erste Google-Börsengang vor zwölf Monaten das Duo in die Spitzengruppe der amerikanischen Milliardäre.

Wieder haben sie Großes vor: Sage und schreibe 4,2 Milliarden Dollar wollen die Internetunternehmer durch den Verkauf weiterer Google-Aktien an den Kapitalmärkten einsammeln. Dagegen nimmt sich selbst der Börsengang der Postbank, immerhin die größte deutsche Retailbank, mit einem Emissionsvolumen von rund 1,6 Milliarden Euro bescheiden aus .

Was Google mit dem Geld anstellen will, darüber hüllt sich das Unternehmen wie gewohnt in Schweigen. Eines ist jedoch klar: Google braucht es nicht für die Finanzierung des exzellent laufenden operativen Geschäfts, denn das Unternehmen arbeitet hochprofitabel. Auch für ambitionierte Projekte wie den weiteren Aufbau eines elektronischen Archivs, das Hunderttausende von Büchern aus Bibliotheken online verfügbar machen soll, sind nicht solche Summen notwendig.

Sollte Google tatsächlich einen Einstieg in das Geschäft mit Inhalten planen, müssen sich viele Anbieter im Mediengeschäft warm anziehen. Zunächst würde Google dann versuchen, Online-Portalen wie Yahoo die Nutzer streitig zu machen. Mittelfristig dürfte aber auch Axel-Springer-Vorstandschef Mathias Döpfner Recht bekommen, wenn er in Google einen der Wettbewerber der Zukunft sieht. Denn für Werbetreibende wird das Internet neben Print und TV eine immer größere Rolle spielen. Und der Einstieg ins Netz beginnt für Millionen Menschen jeden Tag bei Google. tnt

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