Google
Vertrauenssache

Kann man dem Internet wirklich vertrauen? Oder besser gefragt: Kann man Google vertrauen? Diese Frage stellen sich immer mehr Menschen, je mehr verlockende kostenlose Dienstleistungen im World Wide Web auftauchen.

Jetzt, aktuell, ist es, nach einer Textverarbeitung, eine erste Vorabversion einer Internet-Tabellenkalkulation von Google. Ausgeführt wird sie im Web-Browser des PC zu Hause oder in der Firma. Aber alle Daten sind – natürlich geschützt vor unbefugtem Zugriff – gespeichert auf Servern bei Google in den USA. Warum sollte man da noch Geld für ein Office-Paket ausgeben?

Vielleicht hilft es, den Begriff „kostenlos“ in diesem Zusammenhang neu zu durchleuchten, um der Antwort näher zu kommen. Während Firmen wie Microsoft noch brav harte Währung verlangen, um ein Office-Paket mit Textverarbeitung und Excel-Tabellenkalkulation abzugeben, will Google angeblich nichts dafür. Na ja, außer ein paar Daten jedenfalls. Und die Einwilligung, diese auch verwenden zu dürfen. Das ist der Preis.

Ob es diesen wert ist, muss letztlich jeder für sich selbst entscheiden. Vielleicht wird man ja nur beim nächtelangen Grübeln über komplizierte Berechnungen zusätzlich von Werbung für Kopfschmerztabletten genervt.

Aber problematisch ist, dass der Kunde mittlerweile nicht mehr weiß, welchen Preis er am Ende tatsächlich bezahlt. Das liegt daran, dass er den Wert der täglich wachsenden Masse der Daten, die er Jahr für Jahr bei der Mega-Suchmaschine hinterlässt, nicht mehr überblicken kann. Er zahlt sozusagen mit seinem digitalen Leben.

Natürlich sammeln auch andere Firmen und Organisationen Daten. Aber kein anderer Dienst hat im Internet eine solche Macht erlangt wie Google. Die längst zum Wissensintegrator und Datensammler mutierte Suchmaschine verbindet jedenfalls immer mehr ihrer Angebote mit einer Registrierung, einem Google-Account. Ob E-Mail-Service, Blog-Dienst (Online-Tagebücher), Google-Talk (Online-Chat), Terminkalender oder Desktop-Suche mit Indizierung mehrerer Computer – alles läuft und sammelt Daten unter einer einzigen Identität. Man müsste sie nur zusammenfügen.

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