Handys bleiben Sorgenkind: Kommentar: Siemens weiß keine Lösung

Handys bleiben Sorgenkind
Kommentar: Siemens weiß keine Lösung

Die Handys bleiben das Sorgenkind. Dabei ist es noch kein Jahr her, dass Siemens ein Sanierungsprogramm für die notleidende Sparte startete.

Gegen erbitterten Widerstand aus Politik und Gewerkschaft. Ergebnis: Am Ende fand der damalige Konzernchef Heinrich von Pierer einen Kompromiss, der die Einschnitte für die Arbeitnehmer zwar milderte, der das Problem aber nicht löste. Siemens-Handys sind unprofitabel.

Deshalb kann es nicht überraschen, dass nun der zweite Schritt kommt. Zumal sich die Variante, den Geschäftsbereich zu verkaufen oder gemeinsam mit einem Partner zu betreiben, als unrealistisch herausgestellt hat. Jetzt will der neue Siemens-Chef Klaus Kleinfeld eine Milliarde Euro sparen, fast doppelt so viel wie bislang geplant. Das wird ein Kunststück. Denn an den Stellenplan will Siemens nach eigenem Bekunden nicht noch einmal heran. Statt dessen lassen sich Millionen beim Marketing streichen - angeblich.

Damit ist klar. Die Siemens-Handys bleiben auf der Agenda. Spätestens in einem Jahr kommt der nächste Schnitt.

Dieter Fockenbrock
Dieter Fockenbrock
Handelsblatt / Chefkorrespondent
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