Herabstufungen: Kommentar: Auch die Ratingagenturen sind Getriebene

Herabstufungen
Kommentar: Auch die Ratingagenturen sind Getriebene

Die Ratingagenturen haben während der Finanzkrise lange gezögert. Sie laufen der Entwicklung hinterher. Trotzdem erzittert die Finanzwelt vor ihnen. Mit der Herabstufung von Wertpapieren im Volumen von mehr als 500 Mrd. Dollar durch Standard & Poor’s bekommt die Entwicklung einen offiziellen Stempel.
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Standard & Poor’s spricht, die Finanzwelt zittert. Da ist sie wieder spürbar, die viel beschworene Macht der Ratingagenturen. Mit der Ankündigung, ein dreistelliges Milliardenvolumen an Wertpapieren herabzustufen, bringt S&P rund um die Welt Bankchefs ins Schwitzen, die neue Abschreibungen auf sich zukommen sehen.

Ein Beispiel dafür, dass die Ratingagenturen zu viel Einfluss haben? Wohl kaum. In Wahrheit laufen die Agenturen, mal wieder, der Entwicklung hinterher. Wir alle wissen längst, dass viele Papiere, die mit Hypothekenforderungen unterlegt sind, bei einer drohenden Rezession und sinkenden Hauspreisen in den USA nicht mehr viel wert sind. Mit der großen Herabstufungsaktion bekommt die Entwicklung nur den offiziellen Stempel.

Das Problem der Finanzmärkte ist nicht, dass irgendjemand zu viel Macht hätte. Sondern dass niemand mehr die Kontrolle hat, alle sind Getriebene. Das gilt auch für die Ratingagenturen.

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