HRE kauft Depfa
Kommentar: Ein echter Coup

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Depfa-Chef Gerhard Bruckermann hat sich und seinen Mitarbeitern mit dem Verkauf der Bank ein außergewöhnliches Ruhekissen für den Lebensabend verschafft. Dafür, dass er die Depfa nach der Abspaltung der Immobilienbank Aareal erst zu einem weltweit anerkannten Staatsfinanzierer gemacht und nun in die Ehe mit der Hypo Real Estate (HRE) geführt hat, erhält er 54 Mill. Euro.

Und das ist nur die Summe, die er für seine Depfa-Aktien in bar bekommt. Weil es in der HRE-Offerte noch eine Aktienkomponente gibt, erhält er zudem HRE-Aktie im Wert von 71 Mill. Euro. Vermutlich werden am heutigen Montag auch in den Depfa-Niederlassungen rund um den Globus die Sektkorken knallen. Schließlich beteiligte Bruckermann die Mitarbeiter großzügig an der Bank.

Aber auch der Käufer dürfte sich über den Coup freuen. Hatten die Münchener im Kampf um die Eurohypo gegenüber der Commerzbank noch den kürzeren gezogen, konnten sie die Frankfurter bei der Depfa abhängen. Die gelbe Bank, der man immer wieder Interesse an der Integration der Depfa in die Eurohypo nachgesagt hatte, war zuletzt zu sehr mit dem Bietergefecht um die Landesbank Berlin beschäftigt.

Aber nicht nur die gelbe Bank hängt HRE-Chef Georg Funke ab. Sein Institut wird mit einem Schlag die viertgrößte Privatbank Deutschland und überholt die alte Konzernmutter Hypo-Vereinsbank – vermutlich eine stille Genugtuung für Funke, hatte die Bank ihre Ex-Tochter doch einst mit faulen Krediten beladen und davongejagt.

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