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HVB gelingt Turn-Around

Dieter Rampl kommt bei der Restrukturierung der Hypo-Vereinsbank gut voran. Er scheint bislang zu halten was er verspricht.

Dieter Rampl kommt bei der Restrukturierung der Hypo-Vereinsbank gut voran, und er scheint bislang zu halten was er verspricht. Im dritten Quartal 2003 gelang nach vier Quartalen mit hohen Verlusten erstmals die Rückkehr in die schwarzen Zahlen, wenn auch maßgeblich durch den Verkauf der Norisbank. Nach neun Monaten steht in diesem Jahr nunmehr ein kleiner Verlust von 30 Mill. Euro, nach noch über 600 Mill. Euro im Vorjahreszeitraum. Der seit Jahresbeginn amtierende Nachfolger von Albrecht Schmidt wird wohl bis zum Jahresende die angepeilte schwarze Null erreichen.

Auch der 2001 beschlossene Abbau von über 11 000 Stellen wird bis zum Jahreswechsel abgeschlossen sein. Mit dem teilweisen Börsengang der Bank Austria hat er die Kapitaldecke wieder gestärkt. Durch den Verkauf der Norisbank und der Bank von Ernst kam weitere Liquidität in die Kasse. Zudem gelang die wichtige Abspaltung der gewerblichen Immobilienfinanzierung mit anschließendem Börsengang der neuen Hypo Real Estate.

2003 kann Rampl schon jetzt getrost als Jahr der mühevollen Aufräumarbeiten abhaken. Aber der neue Chef weiß, dass er mit Kostensenkungen nicht mehr viel weiter kommen wird, will er das mittelfristige Renditeziel von 15% bis 2007 erreichen. Im nächsten Jahr muss der Fan von 1860 München vor allem auf der Ertragsseite punkten, und das mit einer Mannschaft, die in den vergangenen beiden Jahren eine Entlassungswelle nach der anderen ertragen musste. Erschwerend kommt dabei hinzu, dass die Verkäufe der Beteiligungen zwar viel Geld in die Kasse gebracht haben, aber gleichzeitig auch zu den profitabelsten zählten. Damit verbundene Ertragschancen müssen jetzt aus dem Kerngeschäft kommen. Hier kann sich Rampl bereits über erste Erfolge freuen. Das kommt auch bei den Analysten an. An der Börse legte die Münchener Großbank nach den positiven Nachrichten deutlich zu. Nur über höhere Aktienkurse wird es der Bank gelingen, sich besser vor drohenden Übernahmen aus dem Ausland zu schützen und den zweiten Platz hinter der Deutschen Bank in Deutschland zu behaupten.

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