Hypo-Vereinsbank: Kommentar: Die Braut soll hübsch sein

Hypo-Vereinsbank
Kommentar: Die Braut soll hübsch sein

Die Hypo-Vereinsbank (HVB) holt zum großen Befreiungsschlag aus. Mit einem milliardenschweren Kraftakt bereinigt Konzernchef Dieter Rampl die Bilanz. Das beschert der HVB einen horrenden Verlust - dies zeigt, wie sehr die Bank in der Bredouille war.

Die Hypo-Vereinsbank (HVB) holt zum großen Befreiungsschlag aus. Mit einem milliardenschweren Kraftakt bereinigt Konzernchef Dieter Rampl die Bilanz. Das beschert der HVB einen horrenden Verlust - dies zeigt, wie sehr die Bank in der Bredouille war. Dennoch ist die Radikalkur der richtige Weg. Denn nach dem massiven Stellenabbau, dem Verkauf zahlreicher Beteiligungen und der jetzigen Bilanzbereinigung kann die Bank von einer soliden Basis aus nach vorne blicken.

Das gleiche Spiel exerzierte vor einigen Monaten bereits Commerzbank-Chef Klaus-Peter Müller vor. Auch er schrieb Altlasten ab und holte sich frisches Geld von der Börse. Und wie damals bei der Commerzbank gilt jetzt für die HVB, dass sie nach der Radikalkur als Braut für eine Fusion attraktiver wird. Dies könnte neue Übernahmespekulationen nähren. Doch bis es zu Fusionen kommt, gilt für beide Banken, dass sie nach dem Ende der Sanierung eine international akzeptable Profitabilität erreichen müssen. Und das ist angesichts der Strukturprobleme im deutschen Bankwesen ein schwieriger Job.

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