Ifo-Index und GfK
Trübe Aussichten

Nun ist es amtlich: Der private Konsum ist die Enttäuschung des ersten Halbjahres – dabei war er der Hoffnungträger. Neun Monate in Folge sank der private Konsum. Dabei waren die Vorzeichen so gut.
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Nun ist es amtlich: Der private Konsum ist die Enttäuschung des ersten Halbjahres - dabei war er der Hoffnungträger. Neun Monate in Folge sank der private Konsum. Dabei waren die Vorzeichen so gut, dass das kranke Bein der hiesigen Wirtschaft sich zu einem festen Halt entwickeln würde: Die Zahl der Arbeitslosen war kontinuierlich gesunken, und die Arbeitnehmer hatten erstmals seit Jahren von der Tarifeinigung profitiert. Dann kletterten die Preise für Öl und Nahrungsmittel derart steil, dass die Kauflaune der Verbraucher in den Keller fiel.

Und nun? Fest steht, dass es sich die deutsche Wirtschaft schlicht nicht länger wird leisten können, auf den privaten Konsum zu verzichten - oder sogar einen Rückgang verkraften zu müssen. Denn die große Stütze der hiesigen Volkswirtschaft, der Außenhandel, hat eine große Schwäche: Er hängt von der Entwicklung der Weltwirtschaft ab. Die ist derzeit kraftlos. Wie sehr das die deutschen Exporteure trotz ihrer hohen Wettbewerbsfähigkeit beutelt, zeigen die Auftragseingänge, die in den vergangenen Monaten wie ein Stein in den Keller gesaust sind.

Die Schlussfolgerung liegt auf der Hand: Die Schere zwischen brutto und netto, die seit Jahren immer größer wird, muss endlich kleiner werden. Allerdings nicht, indem die Bruttolöhne erhöht werden. Steuern und Abgaben müssen sinken - dann wird auch mehr eingekauft.

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