In eigener Sache
Gehört wird, was sich gehört

Demokratie und Meinungsfreiheit brauchen Offenheit und Toleranz. Handelsblatt Online stellt um: Kommentare von registrierten Leserinnen und Lesern sind willkommen.
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In der Schule steht der Lehrer nicht mehr vorne und hält Monologe, sondern er steht mittendrin und leitet das Gespräch. Überall werden wir nach unserer Meinung gefragt. Selbst jenes Hotel, in dem ich neulich zum ersten Mal übernachtete, wollte eine Woche später per Mail von mir wissen, ob ich gut geträumt hatte. Wir leben in einer interaktiven Welt, das Internet hat diese Entwicklung beschleunigt - es hat sie aber auch ad absurdum geführt. Viele Kommentatoren glauben: Gehört wird nur, was sich nicht gehört. Der eine verunglimpft den anderen, die Gürtellinie ist nach unten gerutscht.

Diese Entwicklung wollen wir aufhalten. Wir bei Handelsblatt Online wollen, dass das Internet eine seiner wichtigsten Errungenschaften - nämlich die Möglichkeit mit der Welt ins Gespräch zu kommen - behält und ausbaut. Wir wollen den Austausch auf Augenhöhe, das bestechende Argument und auch die gekonnte Polemik. Aber: Wir sagen, wer wir sind und unsere Leser künftig auch. Das anonyme Zitieren wollen wir beenden. Alle Leserinnen und Lesern sind uns als Kommentatoren willkommen, die sich mit ihrem Namen für die Diskussionsforen auf Handelsblatt Online anmelden. Demokratie und Meinungsfreiheit brauchen Offenheit und Toleranz. Wir glauben, dass Ihre Meinung so an Gewicht gewinnt.

Oliver Stock
Oliver Stock
Handelsblatt / Stellvertretender Chefredakteur

Kommentare zu " In eigener Sache: Gehört wird, was sich gehört"

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  • Es gibt deutliche Unterschiede zwischen im Gespräch geäußerter Meinung in verschiedenen Kreisen und vielen Kommentaren bei Handelsblatt Online unter meinem Klarnamen: Hier im Netz geht kein abgesendetes Wort je verloren. Es ist gespeichert. Es ist sehr einfach, aus einer Vielzahl Kommentare einer Person ein umfassendes Profil zu erstellen. Und das kann jeder. Selbst ein Nickname wäre kein Schutz: Textvergleiche über typische Satzkonstruktionen, Worte und Muster sind kein Hexenwerk. Wenn nicht, kommt der Klarname spätestens bei der nächsten Datenpanne heraus. Ich möchte nicht, dass jeder jetzt oder in 10 Jahren weiß, was ich zu einem Thema gedacht habe.

  • Wird genauso ein Rohrkrepierer wie der Klarnamenzwang bei Facebook, wo es die abenteuerlichsten "Klarnamen" gibt.
    Vielleicht kommt dann demnächst auch noch der Denunziations-Aufruf gegen unrichtige Klarnamen mit der Drohung, den Account zu löschen. Spätestens dann hat das HB einen Leser weniger (Facebook ist bei mir auch schon lange gelöscht).
    Im Übrigen habe ich aber auch mit meinem Klarnamen Helmut Metz kein Problem damit, Oliver Stock als einen hundsmiserablen Wirtschaftsjournalisten zu bezeichnen, und das insbesondere wegen dieser „Meisterleistung“:
    http://www.handelsblatt.com/video/handelsblatt-in-99-sekunden/die-ungesunde-liebe-zum-gold/9297052.html?fb_action_ids=10202961836750080
    Obwohl ich denke, dass da Hopfen und Malz verloren ist, empfehle ich ihm eine ausführliche Beschäftigung mit den Videos von Mike Maloney.

  • Es geht doch nichts über das bekannte Jesus- Wort: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst." Alles andere ist nicht von dieser Welt!

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