Infineon
Kommentar: Ein Signal für die Investoren

Eins ist klar: Je schneller Infineon sich von seiner Speicherchiptochter Qimonda trennt, umso besser. Deshalb feiern die Börsen heute auch die Milliardenabschreibung als nächsten Schritt in diese Richtung. Es ist kein Zufall, dass Infineon diesen Schnitt gerade jetzt macht.
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Eins ist klar: Je schneller Infineon sich von seiner Speicherchiptochter Qimonda trennt, umso besser. Deshalb feiern die Börsen heute auch den nächsten Schritt in diese Richtung.

Der Halbleiterkonzern nimmt seine hoch defizitäre ehemalige Dram-Sparte aus der Gewinn- und Verlustrechnung heraus. Die tief roten Zahlen von Qimonda tauchen jetzt nur noch als „nicht fortgeführte Aktivitäten“ auf. Durch diesen Schritt steht Infineon optisch besser da, weil die Münchener nur noch die Ergebnisse ihres eigenen Geschäfts ausweisen. Gleichzeitig schreibt Europas zweitgrößter Chipanbieter eine Milliarde Euro ab und passt so den Wert seiner Qimonda-Beteiligung an den aktuellen Aktienkurs an.

Es ist kein Zufall, dass Infineon diesen Schnitt gerade jetzt macht: Seit 1. April ist mit Marco Schröter ein neuer Finanzvorstand an Bord. Der Manager will gleich zum Amtsantritt die Lasten der Vergangenheit beseitigen. Dazu gibt er ein Signal, auf das die Investoren gewartet haben. Denn nichts wünschen sich die Anleger mehr, als die endgültige Trennung vom Verlustbringer Qimonda.

Gewiss, noch kann Infineon keinen Käufer für seinen Anteil von immer noch 77,5 Prozent präsentieren. Doch heute hat Infineon noch einmal deutlich gemacht, dass der Abschied immer näher rückt.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München

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