Infineon
Kommentar: Qimonda muss weg

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Seit fast drei Jahren führt Wolfgang Ziebart jetzt den Münchener Chiphersteller Infineon. Auf den ersten Blick fällt Bilanz ausgesprochen mager aus: Die einstige Siemens-Tochter schreibt noch immer tief rote Zahlen und auch der Aktienkurs kommt nicht so recht vom Fleck.

Allerdings ist unübersehbar, dass die Sanierung von Ziebart Früchte trägt: Vor allem die angeschlagene Kommunikationssparte kommt langsam auf die Beine. Die Infineon-Chips stecken inzwischen sogar im iPhone, dem neuen Handy von Apple.

Ein Problem hat Ziebart allerdings noch nicht gelöst: Der Konzern steht und fällt nach wie vor mit den Speicherchips. Der ehemalige Conti-Manager hat die Sparte zwar abgetrennt und unter dem Namen Qimonda an die Börse gebracht. Noch immer hält Infineon aber 85 Prozent der Anteile – und macht damit sämtliche Auf- und Abwärtsbewegungen von Qimonda mit. Wie kräftig die Ausschläge ausfallen, hat das abgelaufene Quartal gezeigt, in dem Qimonda der Mutter einen hohen Verlust beschert hat.

Damit das nicht so weiter geht, muss sich Ziebart nun zügig von den restlichen Qimonda-Anteilen trennen. Das wird nicht einfach, denn der Speicherbranche steht das Wasser bis zum Hals. Verschleudern kann der Manager die Aktien aber nicht, denn für die weitere Expansion ist er auf die Erlöse dringend angewiesen.

Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München

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