Infineon-Speichersparte
Glückauf, Qimonda

Noch so ein Kunstname: Qimonda. Ist das Immobilien? Marmelade? Es ist DRAM, Speicherchips. Als Qimonda will Infineon seine ungeliebte Speicherchip-Sparte an die Börse bringen. Da bleibt an nur, Glückauf zu wünschen. Denn unter den Umständen des Marktes und den besonderen des Standortes war es für ein deutsches Unternehmen schon immer ein Vabanque-Spiel, Speicherchips zu produzieren. Dafür steht der Name Infineon.

Infineon, das ist ein Stiefkind von Siemens, nie lief das Unternehmen richtig rund. Schuld waren fast immer, vom Management abgesehen, die vermaledeiten Speicher. Dass die Münchener die Krisensparte jetzt ausgliedern und an die Börse bringen, ist daher konsequent und überfällig. Die Umstände der Aktion aber werfen kein gutes Bild auf die Akteure. Es kriselt, noch bevor es richtig begonnen hat. Alles aber kann sich Wolfgang Ziebart, der Konzernchef leisten, nur keinen Fehlschlag. Man mag sich nicht vorstellen, was mit Infineon an der Börse passiert, sollte Qimonda im Herbst scheitern.

Quelle: Pablo Castagnola
Christoph Hardt
Handelsblatt / Ressortleiter
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