Innovation
Gute Laune

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Es tut sich was am Innovationsstandort Deutschland: Im jüngsten Business-Monitor des Handelsblatts bewerten sage und schreibe drei Viertel der befragten Manager die Rahmenbedingungen für Innovationen als gut oder sehr gut. Das ist sensationell. Vor drei Jahren war sich die Mehrheit noch einig, dass die Zustände in Deutschland alles andere als innovationsförderlich seien.

Die Politiker können sich auf die Schulter klopfen. Mit ihrem Sechs-Milliarden-Programm für mehr Forschung und Entwicklung und der High-Tech-Strategie hat die Bundesregierung Pflöcke eingeschlagen. Auf die meisten Unternehmen kann sich das bisher jedoch noch gar nicht ausgewirkt haben – hier hat offenbar das Regierungsmarketing gut funktioniert.

Ob die gute Laune der Manager hilft, dem Lissabon-Ziel näherzukommen, bleibt aber fraglich. Bis 2010 will Deutschland die Ausgaben für Forschung und Entwicklung von zuletzt 2,5 Prozent auf drei Prozent steigern. Zwei Drittel davon entfallen auf die Wirtschaft. Diese hat nach Jahren der Stagnation zwar schon 2006 erstmals die 50-Milliarden-Euro-Marke überschritten. Das ist aber noch kein Grund zum Jubeln. Denn die Steigerung spiegelt lediglich das Wirtschaftswachstum wider: Wo mehr Geschäft ist, wird auch wieder mehr geforscht.

Anzeichen für eine tatsächlich höhere Quote und damit auch, relativ gesehen, für mehr Investitionen in die Zukunft gibt es bislang noch nicht. Vielleicht ist die Hochstimmung ja wenigstens ein erster Vorbote – auch wenn der Frühling noch fern ist. Zu denken geben muss jedoch der Ruf der Manager nach besseren Hochschulen. Zwei Drittel beklagen, die Unis und Fachhochschulen seien nicht so gut, wie sie sein könnten. Darin sind sie sich mit den Bildungsexperten einig.

Barbara Gillmann ist Korrespondentin in Berlin.
Barbara Gillmann
Handelsblatt / Korrespondentin

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