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Kommentar: Einfach näher dran

Es ist schon verwunderlich: Immer wenn es mit dem Dax nach oben geht, sind Deutschlands Top-Manager in der Regel längst eingestiegen. Umgekehrt sind sie meist draußen, wenn aus den Kursen die Luft entweicht. Nun also kaufen sie vorsichtig wieder, nachdem sie vor Wochen so zurückhaltend wie lange nicht waren.Ein gutes Zeichen? Ja, denn es signalisiert zumindest, dass weitere massive Einbrüche wohl nicht zu erwarten sind. Zwar mögen Optimisten darin sogar schon einen neuen Aufschwung erkennen, realistischer ist indes, dass die internationalen Aktienmärkte im bald beginnenden zweiten Quartal in eine Phase der Seitwärtsbewegung eintreten werden. Wenn auch immer wieder unterbrochen von nervösem Zucken.

Denn die Kursturbulenzen der letzten Wochen haben gezeigt, dass die lange nahezu sorglosen Märkte plötzlich wieder empfänglich sind für negative Nachrichten. Diese hatten sie vorher fast unisono ausgeblendet. Ein Kurseinbruch in China nach einem Vorjahresplus von 130 Prozent und die Krise am vorher völlig überhitzten US-Hypothekenmarkt kamen schließlich nicht überraschend. Beide zuletzt so oft genannten Gründe für den Kursrutsch haben jedoch die Augen dafür geöffnet, dass Risiken immer noch vorhanden sind.

Und sofort gesellten sich andere Gefahrenherde in die Aufzählung: der fortgeschrittene Konjunkturzyklus und das rückläufige Gewinnwachstum, die Kreditwürdigkeit vieler Häuslebauer bei steigenden Zinsen oder die Gefahr aufkeimender Inflation. All diese Faktoren klammern Top-Manager allerdings aus, wenn sie Aktien ihres Unternehmens kaufen oder verkaufen. Sie orientieren sich nur daran, ob es diesem gut oder schlecht geht. Meist liegen sie damit richtig.

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