Interhyp
Kommentar: Desaster ohne ernste Folgen

Den Kurssturz hätte man nicht besser inszenieren können: Wenn ein Immobilienfinanzierer vor dem Hintergrund der US-Hypothekenkrise innerhalb von nur drei Tagen erst seine Prognosen bestätigt und sie dann revidiert, muss er sich nicht wundern, wenn der Aktienkurs um 30 Prozent abstürzt. Das ist ein Kommunikationsdesaster erster Güte, das einem börsennotierten Unternehmen nicht passieren darf.

Doch so verständlich die panische Reaktion der Anleger ist – gerechtfertigt ist sie nicht. Interhyp wird in die Sippenhaft der Kreditkrise genommen. Doch verzockt wie etwa SachsenLB oder IKB hat sich der Finanzierungsvermittler nicht. Er leidet nur etwas unter der nachlassenden Bautätigkeit der Deutschen. Und die gründet sich eher auf innerdeutsche Gesetzesänderungen wie den Wegfall der Eigenheimzulage. Die Wachstumsstory der Interhyp als unabhängiger Vermittler von Baudarlehen ist weiter intakt, wenn auch in leicht abgeschwächter Form.

Florian Kolf
Florian Kolf
Handelsblatt / Teamleiter Handel und Konsum
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