Irak
Bushs Dilemma

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Gerade hatten die im Irak kämpfenden US-Streitkräfte ihre als Großoffensive apostrophierte Operation gegen die im Zwei-Strom-Land vermuteten El-Kaida-Terroristen gestartet, da kommt prompt die Antwort: Im Nordirak wurde eine der bislang brutalsten Anschlagserien seit der offiziellen Beendigung des Krieges registriert. Es ist aber allein der hohe Blutzoll von mehr als 220 Toten, der sich von anderen Attentaten abhebt, die tägliche Routinemeldungen produzieren.

Nach allen bisherigen Erfahrungen muss also davon ausgegangen werden, dass auch die aktuelle Offensive der Amerikaner keine Linderung der grausamen Situation herbeibomben kann. Der martialische Name „Lightning Hammer“ wird daran nichts ändern. Der in wenigen Tagen vorzulegende Bericht des US-Oberkommandierenden im Irak, David Petraeus, wird dies belegen. Alles andere wäre makabere Schönfärberei. Insofern würde George W. Bush wohl seinen letzten Rest Reputation verlieren, wenn er sich ausgerechnet bei der anschließenden Debatte im Kongress in Japan und in Singapur tummeln würde. Nur: Auch derart demonstriertes Pflichtbewusstsein weist keinen Weg aus dem Dilemma Irak.

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