Irak-Politik
Blairs Testament

Der britische Premier Tony Blair ist immer noch für Überraschungen gut. Angesichts des Desasters im Irak hat er eine neue Strategie gefordert, die auch die „Schurkenstaaten“ Iran und Syrien einbeziehen soll. Damit setzt Blair sowohl seinen Freund George W. Bush als auch die EU unter Druck. Weder Washington noch Brüssel sind bisher bereit, auf Teheran und Damaskus zuzugehen.

Blairs Initiative hat vor allem für deutsche Ohren einigen Charme. Denn die Bundesregierung plädiert seit langem für Gespräche mit Syrien. Gut klingt auch, dass er sich für eine Friedenslösung zwischen Israelis und Palästinensern einsetzt. Dennoch sollte man seinen Vorschlag mit Vorsicht genießen. Bisher ist es Blair nie gelungen, Bush für seine Ideen zu erwärmen. Noch weniger Gehör findet er in der EU. Blair hätte viel früher umdenken müssen – nun klingt seine Rede wie ein politisches Testament.

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