JP Morgan
Kommentar: Der bessere Mann

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Jamie Dimon zeigt, dass man auch in der Krise noch Geld verdienen kann. Der Chef der US-Bank JP Morgan Chase meldet für das turbulente dritte Geschäftsquartal ein Gewinnplus von zwei Prozent. Und das trotz Abschreibungen auf riskante Buy-out-Kredite und strukturierte Finanzprodukte von 1,6 Milliarden Dollar. Das Erfolgsgeheimnis von Dimon sind Kostensenkungen. Er hat die Ausgaben derdrittgrößten Bank Amerikas im Quartal um fünf Prozent gedrückt.

Dimon macht damit seinen früheren Kollegen bei der Citigroup vor, dass nicht die Finanzkrise, sondern das Management für das Abschneiden einer Bank verantwortlich ist. Zur Erinnerung: die Citigroup verzeichnete im dritten Quartal einen Gewinneinbruch von fast 60 Prozent. Die Kosten stiegen um 22 Prozent.

Dimon hat also im direkten Vergleich mit seinem Konkurrenten Charles Prince von der Citigroup deutlich die Nase vorn. Es ist deshalb eine Ironie des Schicksals, dass der frühere Citigroup-Chef Sandy Weill seinen Zögling Dimon aus dem Konzern drängte und sich für Prince als Nachfolger entschied.

Torsten Riecke leitet das Ressort Meinung & Analyse. Er befasst sich vor allem mit Wirtschafts- und Finanzthemen.
Torsten Riecke
Handelsblatt / International Correspondent

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