Kabeltelefonie
Einfach zu teuer

Über Breitbandkabelnetze lässt sich nicht nur Rundfunk verteilen. Wenn man diese Netze aufrüstet, dann kann man über sie auch telefonieren. Doch Analoganschluss-Kunden der Telekom zeigen kaum Wechsellust.

Über Breitbandkabelnetze lässt sich nicht nur Rundfunk verteilen. Wenn man diese Netze aufrüstet, dann kann man über sie auch telefonieren. Diese Möglichkeit hat die Kabel Deutschland GmbH (KDG) mehr als zwei Jahre nach ihrer Entlassung aus der Obhut der Deutschen Telekom auch entdeckt. Seit Oktober vermarktet KDG für eine monatliche Grundgebühr von 15,90 Euro einen Telefonanschluss in zwei Bundesländern sowie einem Dutzend weiterer Städte in anderen Regionen. Sie unterbietet damit den Telekom-Preis für einen analogen Anschluss um 24 Cent. Immerhin erhalten KDG-Telefonierer für weitere 2,99 Euro pro Monat von 500 Verbindungsminuten in deutsche Festnetze.

Doch Analoganschluss-Kunden der Telekom zeigen kaum Wechsellust. Nach acht Wettbewerbsjahren beziehen weniger als drei Prozent aller Haushalte mit analogem Anschluss diesen von Telekom-Wettbewerbern. Um diese Kunden für Kabeltelefonie zu begeistern, sollte KDG die Ausprobierbarrieren niedrig halten: auf die Grundgebühr verzichten oder in den Grundpreis ein großes Minutenpaket so integrieren, dass die Telekom um mindestens ein Drittel unterboten wird. Damit wird die Kabeltelefonie zwar nicht zum Gewinnbringer. Sie hilft aber, Kunden, die allein wegen ihres TV-Abos hoch profitabel sind, zu binden. Die KDG muss deshalb ihre "Kabel Phone" Preispolitik ändern, wenn sie einen Flop vermeiden will.

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