Kanzlerfrage
Kommentar: Das große Schweigen

Mindest eins steht nun fest: Bundeskanzler Gerhard Schröder hat nicht den Friedensnobelpreis erhalten. Die SPD wird also in das entscheidene Spitzengespräch am Sonntag nicht mit der Forderung gehen können, nur der „Friedenskanzler“ könne eine große Koalition anführen.

Mindest eins steht nun fest: Bundeskanzler Gerhard Schröder hat nicht den Friedensnobelpreis erhalten. Die SPD wird also in das entscheidene Spitzengespräch am Sonntag nicht mit der Forderung gehen können, nur der "Friedenskanzler" könne eine große Koalition anführen.

Ansonsten aber hält das Rätselraten an. Verzichtet die SPD wirklich auf den Kanzlerposten? Was wäre der Preis? Macht Schröder in einer Funktion weiter? All diese Fragen werden uns wohl erst Sonntag abend oder Montag morgen beantwortet.

So groß die öffentliche Neugier auch ist: Das große Schweigen ist durchaus sinnvoll. Zum einen können solch grundsätzliche Entscheidungen nicht übers Knie gebrochen werden. Zum anderen ist das doppelte Acht-Augen-Gespräch ein erster Test für die Vertrauensbasis in einer großen Koalition. Schaffen es die vier Spitzenpolitiker, übers Wochenende wie verabredet Stillschweigen zu bewahren, ist dies ein hoffnungsvolles Zeichen. Schaffen sie es nicht, wäre es ein ungutes Signal auf das, was Deutschland dann bevorstehen könnte.

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