Karmann
Kompetenz reicht nicht

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Alle Beteiligten haben längst gewusst: Bei Karmann würde es nicht ohne massiven Jobabbau weitergehen. Das wussten die Manager, Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff und auch die Gewerkschafter. Während die Nachfrage nach Cabriodächern anzieht – Karmann erwartet bis 2011 eine Verdopplung des Absatzes –, ist die Perspektive für den Fahrzeugbau seit Jahren ungewiss. Wenn Firmenchef Peter Harbig jetzt mindestens 1 800 Stellen streicht, vollzieht er einen Schritt, den schon sein Vorgänger hätte unternehmen müssen. Doch den pfiff, als es darauf ankam, stets die das Unternehmen dominierende Familie zurück. Diskret sollte es in Osnabrück zugehen. Nicht einmal die firmeneigene Küche oder den Wachdienst durften Firmenfremde übernehmen. Das Zaudern rächt sich nun.

Dabei steht die Kompetenz von Karmann außer Frage. Innerhalb von 18 Monaten entwickelten die Niedersachsen etwa das Modell Crossfire für Chrysler, Werkzeuge inklusive. Das Dilemma besteht darin, dass der Dienstleister von der Modellpolitik der Hersteller abhängig ist. Karmann hat der Zeitenwende bei den Autokonzernen nichts entgegenzusetzen. Waren die Konzerne früher froh, Nischenmodelle unter 20

Mark C. Schneider
Mark C. Schneider
Handelsblatt / Redakteur

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